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Reisevorbereitung USA – Was braucht man für die USA-Reise?

Wer eine Reise plant, der vergisst schon mal wichtige Dinge vor lauter Vorfreude und Aufregung. Als ich zum ersten Mal im Zuge eines Austauschprogramms in die USA gereist bin, war ich froh durch die Austauschorganisation eine Checkliste bekommen zu haben. Diese Checkliste war äußerst hilfreich für mich, daher möchte ich mit diesem Artikel eine kleine Hilfestellung zu den wichtigsten Reisevorbereitungen für den USA-Trip geben.

Papiere und Versicherungen

Auslandskrankenversicherung
Eine Auslandskrankenversicherung ist unverzichtbar und definitiv empfehlenswert. Eine private Auslandskrankenversicherung schütz vor Krankheitskosten und trägt im Falle eines Rücktransports nach Deutschland die Kosten. Viele glauben mit der gesetzlichen Krankenversicherung auch im Ausland geschützt zu sein, doch dies ist ein Irrglaube. Der Versicherungsschutz gilt nur für Schengen-Staaten, die ein Sozialabkommen mit der BRD vereinbart haben. Die Behandlungskosten in den USA sind um ein Vielfaches (bis zu 10-mal) höher als in Deutschland, darum lege ich jedem ans Herz, eine solche Auslandskrankenversicherung abzuschließen, bevor das böse Erwachen kommt. Einzeltarife starten bei ca. 10 Euro und Familientarife liegen bei ca. 35 Euro. Man sollte sich einfach mal bei der eigen Krankenkasse nach einer solchen Versicherung erkundigen.

Tipp: Einfach das Angebot der Krankenkasse mit anderen Tarifen vergleichen

Reiserücktrittsversicherung / Gepäckversicherung
Auch eine Reiserücktrittsversicherung fällt in Relation zu den Reisekosten sehr gering aus und sollte in Betracht gezogen werden, vor allem wenn es im persönlichen Umfeld Probleme geben könnte. Hier sollte man die Versicherungsleistungen der Kreditkarte überprüfen, da diese häufig inbegriffen sind, sofern man die Reise über die Kreditkarte gebucht hat.

Ausweisdokumente

Der Reisepass darf auf keinen Fall fehlen. Vor Abreise unbedingt die Gültigkeit überprüfen, die auch die Reise überdauern sollte. Seit 2004 werden in den USA keine Notreiseausweise mehr anerkannt.

ESTA (Electronic System for Travel Authorization) ist die elektronische Einreisegenehmigung für die USA vom Department of Homeland Security (DHS) und muss auch bei visumfreien Einreisen (Visa Waiver Program), also auch von deutschen, österreichischen und schweizerischen Staatsbürgern ausgefüllt werden. Die gebührenpflichtige Registrierung sollte spätestens 3 Tage vor Abflug vorgenommen werden. Der ESTA-Antrag kann online unkompliziert innerhalb weniger Minuten für 14 Dollar ausgefüllt werden und kann ausschließlich mit Kreditkarte bezahlt werden. Die ESTA-Genehmigung ist für 2 Jahre nach Ausstellung gültig und berechtigt für eine Aufenthaltsdauer von maximal 90 Tagen pro Besuch.
Mehr zum Thema: Einreise in die USA mit ESTA

 

Der Führerschein in Scheckkartenformat ist wichtig, denn wird in den USA nach einer ID gefragt ist häufig dieser gemeint und sollte dem Reisepass als Ausweisdokument auch vor Verlustgefahr vorgezogen werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich beim örtlichen Landratsamt einen Internationalen Führerschein beantragen, dieser kostet ca. 16 Euro. Ich persönlich hatte auf meinen bisherigen USA Reisen keinerlei Probleme mit dem deutschen Führerschein.

Reservierungsbelege Mietwagen & Hotel

Buchungsbestätigung für den Mietwagen sollte man unbedingt mitnehmen, dies vereinfacht die Anmietung vor Ort und wird von den Autovermietungen meist auch verlangt. Darüber hinaus sollte man die Buchungen für ein Hotel mitnehmen, falls dieses schon im Voraus gebucht wurde.

Geld und Zahlungsmittel

Das wichtigste Zahlungsmittel in den USA ist immer noch die Kreditkarte, schließlich hat der Durchschnittsamerikaner bis zu 3 Karten des edlen Plastiks. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, Kreditkarten von VISA, MasterCard oder AMEX werden fast überall akzeptiert und auch bei vielen Buchungen wie dem Mietauto oder Hotel als Sicherheit benötigt (dabei wird ein Betrag auf der Karte reserviert bzw. geblockt). Bei Verlust oder Missbrauch der Kreditkarte ist man bei frühzeitiger Meldung meist versichert und trägt keine Kosten (Kreditkarten-Vereinbarung beachten!)

Meine Empfehlung: Hier findest du kostenlose Kreditkarten für die Reise, mit denen du komplett kostenlos Bezahlen und Bargeld abheben kannst.

Etwas Bargeld ist ratsam, da manche Kleingeschäfte keine Kreditkarten aufgrund von zu hohen Gebühren annehmen. Ein Betrag von 150 bis 200 Dollar (kleinere Scheine bis 20$ sind empfehlenswert) sollte pro Person für etwa 3 bis 4 Wochen reichen. Deutsche Banken verlangen relativ hohe Gebühren bei Devisenbestellungen und somit ist es oftmals günstiger mit der EC-Karte an einem Geldautomat (ATM) in den USA Bargeld abzuheben oder mit einer Kreditkarte zu zapfen (Gebühren von etwa 5$ plus Auslandseinsatzgebühr). Am besten informiert man sich im Voraus genauestens welche Karte günstiger ist, im Falle eines Falles.

Mietwagen

Die Zusatzangebote (Upgrades) die einem von den Vermietstationen angedreht werden sind oftmals überflüssig. Das Personal bekommt auf alle zusätzlichen Verkäufe Provision und kommt daher schon mal mit den abenteuerlichsten Gründen warum du eine bestimmte Zusatzleistung brauchst daher.

Mehr zum Thema: Mietwagen in den USA

Welche Kleidung mitnehmen?

Je nach Region und Jahreszeit unterscheidet sich natürlich der Bedarf an Klamotten. Generell gilt, wer im Sommer reist, sollte hauptsächlich sommerliche Kleidung mitnehmen. Übergangskleidung für kühlere Tage ist sinnvoll, denn selbst an der Westküste ist das Wetter nicht immer beständig. Wer einmal so wie Ich im relativ kühlen San Francisco auf einer Bustour über die Golden Gate Bridge bei windigem Wetter unterwegs war und dennoch einen Sonnendbrand bekommen hat, der weiß wovon ich spreche.

Technische Geräte

In den USA hat das Stromnetz eine niedrigere Spannung von 110 Volt, daher solltest du vor Abreise prüfen, ob deine Geräte bei dieser Spannung funktionieren. Ich hatte bislang auf meinen Reisen in den USA keine Probleme. Ein Adapter für die Flachsteckdosen ist auf jeden Fall Pflicht. Diese sollte man unbedingt vor Abreise besorgen, da man solche in den USA schwer auftreibt. Diese Adapter gibt es in jedem Elektromarkt oder online bei Amazon.
WICHTIG! – Ein Adapter leitet den Strom nur weiter und ändert die Netzspannung nicht. Sollte ein Gerät jedoch eine Spannung von 230 Volt (deutsche Standardspannung) benötigen, braucht man hierfür einen Wandler. Dies ist aus meiner Sicht jedoch nicht sinnvoll, da man auf verschiedene technische Spezifikationen wie die Leistungsaufnahme etc. achten muss, damit man nicht das Hotelzimmer in Brand setzt.

Kamera und Camcorder

  • Genügend Speicherkarten bzw. Filme für unsere Analog-Liebhaber
  • Zweiten Akku für die Kamera kaufen, denn nichts ist ärgerlicher als an einer Sehenswürdigkeit ohne funktionierende Kamera zu stehen
  • Objektive (Weitwinkel, Zoom und Tele) für Freunde der Fotografie ein Muss
  • Ladegerät und Netzteil
  • Stativ, besonders für Aufnahmen bei Dämmerung und Nacht sehr sinnvoll. Ich habe die Erfahrung gemacht am 4. Juli in San Diego das Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag verzweifelt ohne Stativ einfangen zu wollen. Die Bilder waren leider alle unbrauchbar, doch beim nächsten Mal vergesse ich mein Stativ sicherlich nicht mehr.

Bei meiner ersten Reise in die USA habe ich mir zuvor folgende Ausstattung gegönnt:

Telefonieren und Co.

  • Tri-Band-Handy ist empfehlenswert
  • H2O als Prepaid-Anbieter – Erfahrungsbericht gibt es hier
  • Um von den USA nach Deutschland telefonieren zu können braucht man die Vorwahl 01149

Bei meiner ersten USA Reise hatte ich ein altes iPhone 3GS, welches ich kürzlich gegen ein Google Nexus 5 ausgetauscht habe. Mit beiden Geräten hatte ich wie erwartet keine Probleme.

Hygiene- und Kosmetikartikel

  • Shampoo, Duschgel, Deo, Zahnbürste und Zahnpasta, Rasierer (Klingen sind in den USA günstiger)
  • Badehandtuch und ein kleines Handtuch für das Gesicht. In der Regel haben alle Hotels und Motels Handtücher, jedoch sind gerade diese bei sehr preiswerten Unterkünften nicht immer sauber. Ich empfehle dünne und schnell trocknende Microfaser-Handtücher

Reiseapotheke

Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (30+) ist in heißen Gegenden, aber auch in kühlen Orten wie San Francisco angesagt, da man hier die Sonne unterschätzt. Wer eine empfindliche Haut hat, sollte sich evtl. im Voraus eine Salbe gegen Sonnenbrand oder Hautirritationen besorgen, ansonsten findet man so etwas auch vor Ort.

Empfehlenswert ist auch eine Kopfbedeckung wie z.B. einen Strohhut mit Krempe, dieser schütz Gesicht und Nacken zusätzlich vor einem Sonnenbrand und bewahrt einem vor einem Hitzeschlag. Ich habe mir selbst einen Strohhut von Stetson vor meinem 4-wöchigen Roadtrip gekauft.
Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte ein Mittel gegen Durchfall einpacken. Ansonsten sind Medikamente gegen Halsschmerzen sowie Aspirin gut. Anbei werde ich noch eine Checkliste im PDF-Format zum Download bereitgestellt, damit ihr alles abhacken könnt und ja nichts vergesst.

Zimmerpflanzen

Wer sich die USA als Reiseland ausgesucht hat, darf sich höchstwahrscheinlich auf einen mehrwöchigen Urlaub freuen. Wird die Wohnung jedoch über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen, wie die grünen Schützlinge unbeschadet den Urlaub überstehen. Eine gute Planung beginnt bereits mit dem richtigen Standort für die Zimmerpflanzen. Noch wichtiger ist jedoch die Auswahl des geeigneten Bewässerungssystems. Mit vollautomatischen Systemen können Topfpflanzen im Zimmer oder auf dem Balkon bis zu 30 Tage problemlos versorgt werden, während sich die eigene Reise entspannt genießen lässt. Folgend habe ich euch einen ausführlichen Artikel mit Tipps und Bewässerungssysteme für Zimmerpflanzen verlinkt.

Zuletzt aktualisiert am 04/08/2018

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12 Kommentare

  1. Zum Thema Auslandskrankenversicherung sei noch angemerkt, dass es unterschiedliche Handhabungen beim Rücktransport gibt. Der ’notwendige‘ Rücktransport tritt in Kraft, wenn eine (Weiter-)Behandlung in den USA nicht möglich, bzw. in Deutschland zwingend erforderlich ist (ist wohl eher selten der Fall). Der ’sinnvolle‘ Rücktransport ist z.B. dafür gedacht, wenn eine Behandlung oder Genesung nicht zwingend durch amerikanische Ärzte oder Krankenhäuser erfolgen muss. Dies erhöht natürlich die Chance auf eine schnellere Heimreise.
    Nur einige Versicherer bieten diesen ’sinnvollen Rücktransport‘. Für mich, meine Frau und zwei Kinder zahlte ich 40,- €, was ein akzeptabler Preis ist.

    Gruß,
    Willi

  2. Guten Abend,
    wir möchten nächstes Jahr die USA besuchen, aber meine Freundin hat MS und muss Unmengen an Medikamente einnehmen, brauchen wir dafür eine Bestätigung vom Arzt oder können die problemlos so mitgeführt werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Sandra,

      die Medikamente sollten in der Originalverpackung mitgenommen werden und für die Dauer des Aufenthalts ausreichen. Die US-Botschaft empfiehlt ebenso ein Schreiben in englischer Sprache vom Arzt mitzunehmen.

      „4. Darf ich Medikamente mitnehmen oder mit der Post zuschicken lassen?

      Wenn Sie mit rezeptpflichtigen Medikamenten reisen möchten, sollten sich die Medikamente in ihrer Originalverpakung befinden und Sie sollten nicht mehr als die benötigte Menge mitnehmen. Ebenso sollten Sie ein Schreiben Ihres Arztes in englischer Sprache für die benötigten Medikamente und Medizinprodukte mitnehmen. Wenn Sie mit medizinischen Produkten wie Spritzen oder Sauerstoffflaschen reisen, die eine Gefahr für die Flugsicherheit oder Sicherheit von Personen darstellen könnten, kontaktieren Sie bitte die Fluggesellschaft. Generell verbietet die U.S. Food and Drug Administration (www.fda.gov) die Versendung von Medikamenten in die USA. Wenn Sie sich jedoch vorläufig in den USA aufhalten, fragen Sie bitte Ihren Arzt nach einem Erklärungsschreiben in englischer Sprache, aus welchem zu entnehmen ist, dass Sie sich in Behandlung befinden und die zu versendeten Medikamenten von Ihrem Arzt verordnet wurden. Aus dem Schreiben sollte ebenso zu entnehmen sein, dass Sie sich gerade vorläufig in den USA aufhalten und aus welchem Grund Sie die Medikamete benötigen (z.B. weil Ihnen die Medikamente ausgegangen sind, Sie die Medikamente verloren haben etc). Das Schreiben des Arztes sollte sich mit den Medikamenten im selben Paket befinden und an einen CBP Officer oder Zollspediteur (englisch: Customs broker) adressiert werden. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Internetseite http://www.cbp.gov/. Um schneller die Antwort zu Ihrer Frage zu erhalten, können Sie oben rechts ein Schlüsselwort eingeben.“

      Quelle: https://de.usembassy.gov/de/faqs/zoll/

      Evtl. ist das Forumlar zur Medikamentenmitnahme vom ADAC für den Arzt hilfreich: https://www.adac.de/reise_freizeit/ratgeber_reisen/reisemedizin/tipps-infos/tipps/medikamentenmitnahme.aspx

      Ich wünsche dir und deiner Freundin einen wunderschönen Urlaub in den USA!

  3. Hi Simon,
    Dein Blog hilft mir sehr bei meiner ersten(!) Reise nach NY.
    Welche Transfermöglichkeit vom JFK könntest Du weiterempfehlen?
    Yellow Cab
    Go Airlink NYC
    Supershuttle
    oder NYCairporter?
    Mein English ist nicht so toll (bin 59)
    Vielen Dank für Dein Tipp!

    1. Hallo Jens,

      es kommt natürlich darauf an, wo sich deine Unterkunft befindet und wie schnell du an dein Ziel kommen möchtest. Wenn du mehrere Tage in New York City verbringst, dann würde ich einfach eine MetroCard kaufen und mit dem AirTrain vom Flughafen zu einer passenden U-Bahn-Stationen fahren. In den meisten Fällen ist es wohl die Station Howard Beach. Von hier fährst du dann Richtung Norden (auf der U-Bahn steht meistens die Station Inwood–207th Street).

      Die folgende Karte hilft dir visuell weiter: https://lovingnewyork.de/wp-content/uploads/2013/04/Subway-Airport-JFK.gif

      Den AirTrain kannst du wie oben beschrieben ganz normal mit der MetroCard nutzen. Wenn du mehrer Tage in NYC verbringst, dann rechnet sich die zeitbasierte Karte („Unlimited Rides“) eigenlich immer. Das Video ist zwar auf englisch, aber sollte den Kauf der MetroCard klar zeigen: https://youtu.be/a7cRjusG0-c

      Wenn du nicht weiterkommst, dann helfen dir am Terminal die Mitarbeiter gerne.

      Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Reise nach NYC!

      Wenn du weitere Fragen hast, dann melde dich einfach nochmals bei mir 🙂

      VG,
      Simon

  4. Anbei werde ich noch eine Checkliste im PDF-Format zum Download bereitgestellt, damit ihr alles abhacken könnt und ja nichts vergesst.

    Ist nichts zu finden oder kannst du mir das übers E-Mail schicken ??

    Mit freundlichen Grüßen

  5. Anbei werde ich noch eine Checkliste im PDF-Format zum Download bereitgestellt, damit ihr alles abhacken könnt und ja nichts vergesst.

    Sehe ich leider nichts wo es ist

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Rayne,

      du benötigst keinen Zweitnamen um in die USA einzureisen 🙂

      Die Einreise stellt in aller Regel auch absolut kein Problem dar, wenn du bei Buchung eines Flugtickets oder beim ESTA-Antrag deinen zweiten Vornamen nicht angegeben wird. Jedoch sollten beim ESTA-Antrag unter „Second Name“ bzw. „Middle Name“ ALLE Vornamen eingetragen werden. Mehr zum Thema Einreise findest du hier: ESTA-Antrag USA

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