Mietwagen USA

Mietwagen in den USA

Die USA ist ein absolutes Autofahrerland mit guter Infrastruktur und üppig bemaßten Parkplätzen und somit ist es auch keine Überraschung, dass es viele Autovermietungen auf dem US-Markt gibt.

Nur in großen Metropolen wie z.B. New York City, Washington und Co. ist man mit dem öffentlichem Nahverkehr besser beraten. Im Allgemeinen ist das Autofahren außerhalb von riesigen Städten sehr entspannt und stressfrei, da fast jeder Verkehrsteilnehmer dieselbe Geschwindigkeit fährt und somit das aus Deutschland gewohnte Gedrängel kaum existiert.

Im folgenden Teil schreibe ich über meine Erfahrungen und gebe dir Tipps, wie du den perfekten Mietwagen für deinen USA Urlaub findest und buchst.

Auswahl des Mietwagens (Fahrzeugklasse)

Bei der Auswahl der Fahrzeugklasse spielen persönliche Präferenzen natürlich eine Rolle, aber auch die Anzahl der Reisenden und des Gepäcks sind zu berücksichtigen.

Die Angaben zu den Gepäckstücken sollte man mit Vorsicht genießen, denn diese treffen höchstens auf kleine bis mittlere Gepäckstücke zu. Wer also mit großem Koffer (ca. 50 x 30 x 75 cm) reist, sollte diesen entweder auf zwei kleinere Koffer verteilen oder bei der Fahrzeugauswahl lieber einen Wagen mit größerem Laderaum wählen.

Ich habe bei meinem 4-wöchigen Roadtrip im Voraus bei Alamo einen Intermediate SUV gebucht. Vor Ort habe ich jedoch feststellen müssen, dass diese Klasse für insgesamt 4 Reisende mit je einem großen Koffer etwas zu knapp bemessen war. Das Upgrade auf eine höhere Klasse (Standard SUV) war in allem eine sehr gute Entscheidung und so hatten wir einen Ford Explorer XLT, welcher genügend Platz zum entspannten Cruisen bot.

Ford Explorer XLT von Alamo
Mein Mietwagen: Ford Explorer XLT

Preisvergleich und Buchung des Mietwagens

Den Mietwagen sollte man bereits von zuhause aus Buchen, da man hier wesentlich bessere Konditionen bekommt, leichter Preise vergleichen kann und einen deutschen Ansprechpartner hat. Außerdem hat man im Falle eines Rechtsstreits den Gerichtsstand in Deutschland. Generell sollte man die größeren Vermieter bevorzugen, da bei Problemen diese landesweit erreichbar sind und örtliche Niederlassungen im Falle, dass ein Ersatzfahrzeug notwendig ist, nicht weit entfernt.

In meinem letzten USA-Urlaub im September 2014 war ich mit einem gemieteten KIA Sorento im Monument Valley unterwegs. Spätabends passierte, was zu diesem Zeitpunkt völlig unnötig war, denn ich hatte einen Platten dank eines spitzen Steins, der im Reifenprofil steckte. Glücklicherweise kam ein hilfbereiter Herr des Weges und half beim Wechsel des Ersatzreifens. Von dort aus musste ich ca. 260 Meilen mit dem Ersatzrad zur nächsten Vermietstation, wo der Reifen erneuert wurde. Glücklicherweise ging die Reparatur des Reifens zügig vonstatten und der Urlaub konnte fortgesetzt werden.

Ersatzmietwagen USA

Man kann sich bei direkter Buchung viel Geld sparen. Der ADAC hätte bei einer Buchung rund 400 Euro mehr für den gleichen Mietwagen verlangt, als er schlussendlich bei Alamo gekostet hat.

Wer Meilen sammelt oder Mitglied in einem Bonusprogramm ist, sollte Gutscheine und Nachlässe kalkulieren und bei einer Buchung nicht vergessen dies anzugeben.

Worauf sollte man bei der Auswahl des Mietwagen achten?

  • Versicherung: Die Versicherung sollte ohne Selbstbeteiligung sein und die Haftpflichtversicherung sollte mindestens 1 Mio. USD abdecken.
  • Freikilometer: Die erlaubten Kilometer sollten auf jeden Fall unbegrenzt sein, dass am Ende bei einer Abrechnung der Zusatzkilometer nicht das böse Erwachen kommt.
  • Zusatzfahrer: Je nach dem wie lange der Roadtrip ist und wie viel Fahrtstrecke am Stück bewältigt werden muss, ist es ratsam, wenn die Zusatzfahrer inklusive sind und nicht ein Aufpreis fällig wird
  • Faire Tankregelung: Am besten wählt man einen Vermieter mit der Tankregelung voll/voll das heißt, dass das Mietauto voll getankt übernommen und auch so wieder abgegeben wird.
  • Ort der Anmietstation: Die Anmietstation sollte bestenfalls am Flughafen sein, damit man nach Ankunft nicht erst einen langen Weg zur Mietwagenstation hat.
  • Einwegmiete: Wenn man vorhat den Mietwagen an einer anderen Station abzugeben, sollte man sich bewusst sein, dass hierfür je nach Entfernung eine Gebühr anfällt. Daher ist es meist empfehlenswert seinen Roadtrip als Rundfahrt plant.
  • Alter des Mieters: Das Alter des Mieters hat einen erheblichen Einfluss auf den Preis. Für sogenannte Jungfahrer von 21 – 25 Jahren hat es oftmals besondere Angebote, in denen die Gebühren inklusive sind.

Zum einfachen Preisvergleich können die oben genannten Punkte ganz einfach als Filter auf der Mietwagen-Preissuchmaschine von billiger-mietwagen.de eingeben werden.

Die größten Autovermietunger in den USA

o Alamo
o Enterprise
o National
o Avis
o Hertz
o Budget
o Europcar
o Sixt

Ausstattung des Mietwagens

Alle Mietwagen der großen Vermieter sind mit einem Automatikgetriebe, Klimaanlage und Tempomat ausgestattet. Wer kein eigenes Navigationsgerät besitzt, sollte sich die Anschaffung überdenken. Denn bei den täglichen Kosten für die Navigationsgeräte „GPS“, amortisiert sich in der Regel ein Kauf sehr schnell bei einer Mietdauer von mehreren Wochen. Selbst der Kauf von Kartenmaterial ist mit ca. 50 Euro noch bei weitem günstiger, vor allem, wenn man öfters plant in die USA zu reisen.

Persönliche Erfahrungen mit Mietwagen in den USA

Ich hatte auf meinem ersten Roadtrip einen Mietwagen von Alamo, welcher mit dem U25-Special gerade für jüngere Fahrer sehr günstig ist, da keine weitere Gebühr für Zusatzfahrer ab 21 Jahren anfällt. Die Anmietung in Atlanta hat problemlos geklappt und die Dame am Schalter hat uns bereits zu Beginn des Roadtrips mit ihrer guten Laune angesteckt. Nach ca. 10.000 Meilen gab es auch bei der Abgabe keinerlei Schwierigkeiten.

Falls keine Alamo Station verfügbar ist, weiche ich meist auf enterprise aus, da dieser Vermieter ebenfalls zur DriveAlliance gehört und mit Abstand der billigste Anbieter ist. Als ich im Dezember 2013 in Nashville außerplanmäßig einen Mietwagen brauchte, habe ich alle Anbieter vor Ort abgeklappert und enterprise war um Welten günstiger als alle anderen. Wer öfters bei enterprise mietet sollte sich zusätzlich zum Bonusprogramm (Nur in Nordamerika verfügbar) anmelden.

Auch mit dem Autovermieter Sunny Cars habe ich 2017 sehr gute Erfahrungen gemacht. Großer Pluspunkt bei diesem Vermieter sind die Versicherungsleistungen, welche bereits im Preis inklusive sind. Das Mietauto war aus der Flotte von Alamo und die Abwicklung (Buchung, Abholung und Abgabe des Mietwagens) hat alles einwandfrei geklappt. Sunny Cars ist ebenfalls im Vergleich von billiger-mietwagen.de dabei.

 

Nach der Anmietung: Infos zu den Verkehrsregeln in den USA

Zuletzt aktualisiert am 11/08/2018

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2 Kommentare

  1. Hi Simon,
    super Artikel!
    Trotzdem fällt es mir noch immer etwas schwer die perfekte Größe des Mietwagens zu beurteilen. Du erwähntest, dass für 4 Personen ein Intermediate SUV zu klein war und ein Standard SUV vollkommen ausreichte.
    Wenn ich mir heute die Klassen bei alamo.com anschaue, dann sehe ich die folgende Auflistung:
    Midsize SUV
    Standard SUV
    Fullsize SUV -> Unsere Wahl für 2,5 Wochen / 4 Erwachsene

    Laut Alamo bekommt man in der Klasse Fullsize einen Chevy Tahoe oder vergleichbares. Euer Mietwagen der Kategorie „Standard“ hat deiner Meinung nach für 4 Personen und einer Strecke von 10000 Meilen locker ausgereicht. Wir sollten also definitiv keine Probleme mit Fullsize bekommen, wenn jeder Erwachsene einen (sehr) großen Koffer + Handgepäck (insgesamt 3-4 Rucksäcke) und einer Kühltruhe bekommen, oder?

    Danke im Voraus für deine Tipps

    Viele Grüße
    Patrick

    1. Hallo Patrick,

      wir hatten mit insgesamt 4 Personen beim letzten Urlaub in den Südstaaten 2015 auch einen Chevy Tahoe und der reich auf jeden Fall locker aus. Da passt einiges an Gepäck rein und der Spritverbrauch war gar nicht so hoch, weil die aktuellen Modelle mit Zylinderabschaltung doch relativ sparsam sind. Wobei das momentan bei den Benzinpreisen das kleinste Problem sein sollte 😉

      Viel Spaß im Urlaub!

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