golden gate bridge san francisco

USA – Kalifornien Rundreise

Zuletzt aktualisiert am 08/03/2019

Eines der beliebtesten Urlaubsziele für viele USA-Fans ist mit Abstand das sonnige Kalifornien. Man kann das verstehen, denn Kalifornien hat wirklich für jeden etwas zu bieten. Die Facetten reichen von Wäldern mit Mammutbäumen wie dem Redwood National Park, über atemberaubende Landschaften bis hin zu wunderschönen Metropolen wie San Francisco. Nicht zu vergessen ist die wohl bekannteste Küstenstraße der Welt – der Highway 1. In diesem Artikel möchte ich eine kleine Kalifornien Rundreise vorstellen.

Kurzinfo zur Kalifornien Rundreise

Mein Routenvorschlag hat eine Länge von ca. 2700 Meilen und kann je nach beliebiger Variation kürzer oder länger ausfallen. Ein optimaler Startpunkt wäre hier Los Angeles, da es hier viele und oftmals günstige Direktflüge von Deutschland aus gibt. Es wäre auch denkbar von anderen Punkten aus zu starten, wenn man dort günstigere Flüge findet. In meinem Fall würde ich die Route jedoch gegen den Uhrzeigersinn abfahren, da man dann den Highway One von Norden nach Süden abfährt und eine bessere Sicht auf die zerklüftete Küste genießen kann. Das ist natürlich reine Geschmackssache. Die Route ist theoretisch in 2 Wochen machbar, aber wer im Urlaub die Entspannung sucht und an den einzelnen Stopps etwas länger verweilen möchte, sollte mindestens 3 Wochen einplanen.

Übersichtskarte der Route:

USA Rundreise Kalifornien on Roadtrippers

Die Kalifornien Rundreise im Detail

Los Angeles

Ausgehend vom Startpunkt Los Angeles kann man hier getrost einige Tage einplanen, denn es gibt einiges zu sehen und die Stadt lädt mit ihrem eigenen Charme zum verweilen ein. Natürlich kann man die sonnige Metropole auch gegen Ende der Rundreise ausgiebig besichtigen.

Venice Beach & Santa Monica Pier

Venice BeachWer gerne einen Tag am Strand verbringen möchte ist mit dem Venice Beach und dem Santa Monica Pier gut beraten. Hier gibt es einen schönen Strand, zudem kann man entlang an der Strandpromenade des Venice Beach flanieren oder auch sportlich aktiv werden und z.B. mit Cruiser-Bikes fahren. Etwas weiter südlich befindet sich noch der Huntington Beach, welcher zu den schönsten Stränden der USA zählt.

Der Santa Monica Pier ist nicht nur das Wahrzeichen von Santa Monica, sondern hier endet auch die legendäre Route 66. Der Pier bietet mit dem Pacific Park einige Fahrgeschäfte und auch unzählige Imbisse und Restaurants.

Santa Monica Pier Sunset

J. Paul Getty Villa

Gleich in der Nähe vom Stanta Monica Pier befindet sich die Villa des Ölmagnaten Jean Paul Getty. Beim Besuch taucht man in eine andere Welt ein, denn die Architektur ist der „Villa dei Papiri“ in Herculaneum nachempfunden. Die Villa dient heutzutage zur Ausstellung von antiker Kunst. Ein Besuch ist jedoch nicht nur für Kunstliebhaber, sondern auch für Architekturinteressierte und für Menschen mit grünem Daumen zu empfehlen. Die aufwendig angelegeten Gärten sind eine Augenweide.

Mulholland Drive

Der Mulholland Drive ist eine Panoramastraße, welche eine super Aussicht auf LA ermöglicht. Die Straße beginnt östlich in den Hollywood Hills und führt im ersten Abschnitt an den Villen der Prominenten vorbei.

Griffith Observatory & Hollywood Sign

Wer eine wunderschöne Aussicht auf Downtown LA sucht wird beim Griffith Observatory fündig. Das Observatorium befindet sich auf dem Mount Hollywood in 300 Metern Höhe und bietet auch einen Blick auf das Hollywood Sign, außerdem gibt es eine Ausstellung im Observatorium. Gerade abends dauert die Parkplatzsuche etwas länger, da der Parkplatz am Observatorium überfüllt ist. Die Öffnungszeiten sind bis 22 Uhr, danach ist die Zufahrt gesperrt wegen Rücksichtnahme auf die Anwohner.

Los Angeles at Dusk

Für Hollywood-Fans

Für Hollywood- und Film-Fans ist wohl der Walk of Fame Pflicht. Wer darüber hinaus noch die Filmstudios besichtigen will oder gar einen Erlebnispark der Filmstudios besuchen will, findet unter anderem die Universal Studios Hollywood. Desweiteren kann man bei Warner Brothers Studios eine Studiotour unternehmen.

Death Valley National Park

Telescope-peak-and-Death-Valley-as-viewed-from-Dante's Overlook

Von Los Angeles in Richtung Norden ist ein Stopp im Tal des Todes mit einem kleinen Schlenker möglich. Die ständige Dürre und die Rekordtemperaturen machen das Death Valley zu einem Ort der Extremen. Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, gibt es dennoch eine Vielfalt an Leben im Tal des Todes. Aufgrund der geographischen Lage regnen sich die Wolken von der Pazifikküste am Gebirge westlich vom Death Valley ab. Das Death Valley ist mit fast 86 Metern unter Meeresspiegel der tiefste und trockenste Punkt in Nordamerika und zählt zu den heißesten Orten der Welt.

Von Juni bis August liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen bei ca. 40° C. Wer eine Durchquerung mit dem Auto plant, sollte sicherstellen, dass der Tank voll ist und ausreichend Trinkwasser mitnehmen. Der Park ist interessanter als man annehmen würde, denn es gibt über 1000 Pflanzenarten, die sich perfekt an die widrigen Bedingungen angepasst haben. Auch Steinformationen und die Wüstenlandschaft sind schön anzusehen.

Unbedingt vor Besuch die Sicherheitshinweise des National Park Services (NPS) durchlesen!

Interessante Punkte im Death Valley:

  • Scotty’s Castle
  • Zabriskie Point (vor allem bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sehenswert)
  • Dante’s View

Mount Whitney

Zurück vom Death Valley geht es vorbei am Mount Whitney, welcher sich am östlichen Rand der Sierra Nevada befindet. Der Mount Whitney ist mit 4.421 Metern der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas.

Mono Lake

Mono Lake

Ein Halt hier ist Pflicht, denn der Mono Lake ist ein Natronsee mit hohem Salzgehalt und bietet seinen Besuchern die eigenartigsten Kunstwerke der Natur zum Bestaunen an. Die hohe Verdunstung legt die seltsamen Kalktuff-Gebilde frei. Der Mono Lake beherbergt auch ein sehr aktives und wichtiges Ökosystem für alle Arten von Lebewesen. Einen Besuch wird man garantiert nicht bereuen und sogar Jahre danach noch davon schwärmen.

Geisterstadt Bodie

Auf der weiteren Fahrt nach Reno befindet sich abseits über eine holprige Straße der Bodie Historic Park. Bodie ist eine typische Goldgräber-Geisterstadt, die in Hochzeiten ca. 10.000 Einwohner hatte, doch heutzugtage ist von der ehemalige Boomtown nicht mehr viel übrig geblieben. Die Stadt ist nach William Bodey benannt, der nördlich vom Mono Lake Gold entdeckte. Früh anreisen lohnt sich, denn dann ist es möglich Bilder ohne die vielen Touristen zu schießen.

Yosemite, Kings Canyon und Sequoia NP

Bevor es weiter nach Reno geht, würde ich zuerst noch den Yosemite National Park, sowie den Kings Canyon National Park und den Sequoia N.P. besuchen. Wer die Fahrt abkürzen möchte, kann auch nur den Yosemite National Park besuchen und die Reiseroute weiter fortsetzen.

Yosemite National Park

Yosemite Valley View

Der Park ist der zweitälteste Nationalpark der USA und gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Nationalparks der USA. Es gibt vor allem schöne grüne Wälder und Wiesen, atemberaubende Felswände und mächtige Wasserfälle wie z.B. die Yosemite Falls mit einer Gesamthöhe von etwa 739 Metern zu bestaunen. Der Park ist so rießig, dass man hier locker einen ganzen Artikel füllen könnte. Ich empfehle auf jeden Fall einige Tage, jedoch mindestens zwei für diesen fantastischen Nationalpark einzuplanen. Vor Ort kann man sich je nach körperlicher Fitness verschiedene Wanderwege („Trails“) aussuchen und abwandern. Die Wanderwege führen dabei meist an Natursehenswürdigkeiten wie den unten aufgeführten vorbei.

Interessante Punkte sind:

  • Half Dome
  • Yosemite Falls
  • Bridalveil Fall
  • El Capitan
  • Panorama Trail
  • Merced River
  • Tenaya Lake

Sequoia NP und Kings Canyon NP

Wer sich dafür entscheidet die beiden weiteren Nationalparks auch zu besuchen kann in Fresno einen Halt einplanen.

Auf einen Abstecher nach Nevada

Auf dem Weg nach Carson City, der Hauptstadt des Bundesstaates Nevada bietet sich ein Stopp am Lake Tahoe, einem Frischwassersee der Sierra Nevada, an. Hier werden viele Wassersportaktivitäten angeboten, wie z.B. Jetski, Kayak fahren, Stand Up Paddling, aber auch Tauchen ist bei einer Tiefe von bis zu 501 Meter möglich. Neben Wassersport kann man wandern oder mit dem Mountainbike off-road trails befahren.

In Carson City und Reno kommen Glücksspieler auf ihre Kosten, vor allem wenn ein Stopp in Las Vegas nicht eingeplant ist.

Via Susanville

Über Susanville kommt man zu dem Lassen Volcanic National Park, der zwar relativ unbekannt ist, aber mit einer Vielzahl von dampfenden Mofetten und unzähligen Vulkanen beeindruckt. Die Landschaft bietet teils wunderschöne Wildblumenwiesen und dann wiederum karge vulkanisch aktive Landschaften mit dampfenden Schlammlöchern. Gegensätzlicher könnte die Landschaft eigentlich nicht sein.

Einen interessanten Trail bietet auch die nahegelegene Subway Cave im Lassen National Forest. Auch die McArthur-Burney Falls mit einer Höhe von 39 Metern sind sehenswerte Wasserfälle.

"Burney Falls"

Highway One

Bevor es auf den Pacific Coast Highway One bei Leggett geht kann man noch den Redwood National Park und das Städtchen Crescent City, welches mit dem Battery Point Lighthouse ein malerischen Leuchtturm bietet, besuchen.

Über Eureka kommt man am Point Arena, einem weiteren Leuchtturm vorbei, bevor man eine meiner liebsten Sehenswürdigkeiten entlang der Route, nämlich die Avenue of the Giants durchquert. Die Mammutbäume (Sequoias) wachsen im nebligen und feuchten Klima an der Pazifikküste besonders gut.

Point Arena lighthouse

Menschen die von Leuchtturmen nicht genung bekommen können, werden ein bisschen südlicher erneut mit dem Point Reyes Lighthouse beglückt, doch dieser befindet sich im Schutzgebiet der Point Reyes National Seashore. Die Halbinsel ist ca. 290 Quadratkilometer groß und bietet einige Wanderstrecken für Besucher.

San Francisco

San Francisco - California

Über San Francisco könnte man wieder seitenweise schreiben, deshalb möchte ich hier einige Sehenswürdigkeiten aufführen, die sich in jedem Fall lohnen anzusehen. Wer San Francisco zu Fuß erkunden möchte, sollte bequemes Schuhwerk mitnehmen, denn es geht steil bergauf und ab. Definitiv ist San Francisco nicht zu unrecht einer der schillerndsten Metropolen an der Westküste.

  • Marin Headlands (Toller Aussichtspunkt auf die GGB und SF, Verteidigungsanlagen)
  • Point Bonita Lighthouse (Öffnungszeiten und Wetter beachten)
  • Golden Gate Bridge
  • Lombard Street
  • Coit Tower
  • Alcatraz
  • Alamo Square Park
  • Land Ends Lookout
  • Cliff House & Sutro Baths
  • Golden Gate Park & Shakespeare Garden
  • Twin Peaks San Francisco (super Ausblick über die Stadt)

Weitere Infos zu San Francisco: Die 11 besten Fotolocations in San Francisco

Big Sur

Nach Monterey beginnt der Küstenabschnitt namens Big Sur („Großer Süden“), welche sich ca. 100 km von Carmel bis nach San Simeon im Süden erstreckt. Die schroffe Felsküste ist einmalig und vermittelt einem unberührte Natur. Besonders bei Sonnenaufgang oder bei Abenddämmerung bietet das Küstengebirge einen malerischen Anblick.

Auf der Fahrt von Monterey Richtung Süden gibt es viele lohnenswerte Stopps. Nach Carmel findet man den Point Lobos State Reserve. Hier kann man sich für eine Stunde die Füße auf kürzeren Wanderwegen in der herrlichen Natur vertreten oder auch länger bei einem Picknick die wunderschöne Pazifikküste genießen.

Nach Point Lobos fährt man über die ikonische Bixby Bridge, welche wohl das bekannste Bauwerk auf der Küstenstraße Hwy 1 sein dürfte.

Pfeiffer Big Sur State Park

Ein weiteres Highlight auf dem Highway 1 ist definitiv der Pfeiffer State Park. Wer sich zwischen Dezember und Januar in der Nähe aufhält, der hat die Chance am Pfeiffer Beach das Sun Portal zu erleben.

Hearst Castle

Hearst Castle

Ein Besuch im Hearst Castle ist eigentlich Pflicht. Das ehemalige Anwesen des Verlegers William Randolph Hearst ist traumhaft schön. Hier flossen nicht nur verschiedene Architekturstile beim Bau der Traumvilla ein, sondern der Bauherr war auch noch ein Kunstliebhaber und hat über die Jahre einiges an Kunstschätzen zusammengetragen.

Channel Islands National Park

Von den Städtchen Santa Barbara oder Ventura gibt es Fähren zu den Channel Islands. Diese außergewöhnliche Inselgruppe der Kanalinseln hat einen unglaublichen Schatz an Tieren und Pflanzen. Die Isolation über mehrere tausend Jahren sorgte dafür, dass es hier Arten gibt, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind. Von den insgesamt acht Inseln gehören fünf zu dem Nationalpark. Auch das Meeresgebiet der Channel Islands zählt zu den artenreichstem der Welt. Nicht umsonst zählt auch das Channel Islands National Marine Sanctuary zu den besten Tauchgebieten.

Ende der Route

Nun dürfte für die allermeisten der Urlaub sich dem Ende neigen. Wer noch etwas Zeit hat und noch mehr sehen möchte, der kann die Route noch erweitern.

Optionale Variationen

Denkbar wäre es, die Route auszuweiten und zum Beispiel San Diego einen Besuch abzustatten oder wer noch mehr Zeit und Geld übrig hat, könnte auch die Spielerstadt Las Vegas mit auf die Route nehmen. Absolut empfehlenswert ist der San Diego Zoo, der zu den artenreichsten Zoos der Welt zählt.

Touristen sind immer wieder überwältigt von den genialen Landschaften und so eignet sich Kalifornien gerade für Erstbesucher gut. Aber Vorsicht! Es droht eine Suchtgefahr, denn man wird die Eindrücke nicht mehr so schnell los werden.

Falls du eine kürzere Route suchst und es nicht zwangsläufig Kalifornien sein muss, dann solltest du dir den Routenvorschlag für den Südwesten ab Las Vegas von Thomas & Melanie auf reisen-fotografie.de unbedingt anschauen.

Ich hoffe dir hat mein Routenvorschlag für die Kalifornien Rundreise gefallen. Ich freue mich über weitere Vorschläge in den Kommentaren. Was ist dein absolutes Must-See in Kalifornien?

Linktipp: Kompakte Bewertung, Tipps und Zusammenfassung einer Rundreise an der Westküste.

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3 Kommentare

  1. Eine ziemlich perfekte Route! Ich hätte noch einen Zwischenstopp in Santa Barbara vorgeschlagen. Ansonsten hast Du hier eine ziemlich ähnliche Route, wie ich sie gerade erst Freunden vorgeschlagen habe. Die bekommen gleich mal den Link 😉 Mit Fotos sieht das doch gleich schicker aus!

  2. Sehr schöne Tour – wenn nur die Übernachtungskosten nicht so wahnsinnig wären. Hast Du da vielleicht gute Tips, wie man als Familie mit einem 14-jährigen Jungen nicht mehr als 200 Euro pro Nacht ausgibt. Wohnmobil würde ich ungern fahren wollen…

    1. Hallo Peter,

      wenn du nach Zimmern suchst, dann kannst du bei der Suche in der Regel minderjährige Kinder angeben. Hier gibt es oft die Möglichkeit in Doppelzimmern (Kingsize) mit Beistellbetten günstiger wegzukommen. Bei einer kurzen Suche habe ich z.B. in LA Downtown Hotels mit Frühstück und kostenlosem Parkplatz für ab 100 € gefunden. Das Hotel hatte mit 7,2 von 10 auch nicht die schlechtesten Bewertungen.

      Sicherlich findest du auch günstigere Zimmer wenn du etwas länger danach suchst.

      Suchen nach Zimmern mit Kindern bis zu 17 Jahren kannst du eigentlich auf allen großen Vergleichsseiten wie Hotels.com, Booking.com oder expedia.

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

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