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travelhacking.org Testbericht

Zuletzt aktualisiert am 30/05/2018

travelhacking.org test

Ich befasse mich seit geraumer Zeit intensiv mit dem Thema „travelhacking“. Als Student ist jedoch das Reisebudget bekanntermaßen stark begrenzt. Aus gegebenen Anlass habe ich das Angebot von travelhacking.org getestet, welches von Chris Guillebeau (unconventionalguides.com) vermarktet wird. Der kostenpflichtige Dienst bietet Anleitungen und Hilfestellungen, sowie aktuelle Angebote zum Meilen sammeln und verspricht per Garantie sogar mindestens ein kostenloses Flugticket pro Quartal.

Was ist Travelhacking?

Travelhacking ist das günstige reisen unter Ausnutzung von Meilen- und Bonusprogrammen der Fluggesellschaften, sowie anderweitige Bonusprogramme (Hotel, Mietwagen). Das ultimative Ziel ist es kostenlose Flüge durch das Ansammeln von genügend Meilenpunkten zu ergattern (Steuern fallen jedoch an). Travelhacking ist nicht nur ein erträgliches Hobby, sondern kann durch die Kreativität ja fast schon als eine Kunst angesehen werden. Um Meilen zu sammeln braucht man nicht einmal ein Flugzeug zu betretet und auch der Vielflieger-Status ist nicht zwingend erforderlich.

Chris Guillebeau

Autorenbild Chris Guillebeau

Bevor ich den Dienst im Detail vorstelle möchte ich zuerst auf die Person hinter diesem Angebot etwas eingehen. Chris Guillebeau ist im deutschsprachigen Raum vielleicht nicht jedermann geläufig, doch er schläg in der digitalen Welt international umso mehr Wellen. Er ist unter anderem Blogger, Unternehmer und Buchautor (The Art of Non-Conformity, The $100 Startup), sowie der Veranstalter der jährlichen World Domination Summit in Portland, Oregon. Aufsehen erregte er durch seine proklamierte Mission jedes Land der Welt vor seinem 35. Geburtstag bereisen zu wollen, was er am 4. April 2013 in Norwegen mit insgesamt 193 Ländern erreichte.

Travelhacking.org

Da der Dienst grundsätzlich sehr einfach gehalten ist und die einzelnen Funktionen selbsterklärend sind möchte ich im folgenden Teil die Vor- und Nachteile in Stichpunkten auflisten.

Pro
  • 14 Tage Test möglich: Die Testperiode von 14 Tagen für $1 bietet ausreichend Zeit um den Service risikofrei zu testen
  • Freunde-werben: Das werben von Freunden wird großzügig mit 500 Meilen wahlweise auf das Bonus-Programm von American Airlines, United Airlines, US Airways und Delta Air Lines gutgeschrieben*
  • Verfügbare Anleitungen:  Es stehen etliche Anleitungen zu Verfügung, die einem das erfolgreiche Sammeln und Nutzen von Meilen erklären. Auch Themen wie Flugupgrades, Mietwagen und anderweitige Bonusprogramme werden behandelt
  • Deal Alarm: Die Mitgliedschaft bietet einen Deal Alarm, der wahlweise per Email (Standard) oder SMS (auch international) konfiguriert werden kann
  • Mitgliedsbereich: Das Benutzerkonto bietet eine übersichtliche Verwaltung der Deals, sowie die Einsicht älterer Angebote und eine „Knowledge Base“ mit Antworten auf die häufig gestellten Fragen rund um das travelhacking
  • Kündigung: Die schnelle und unkomplizierte Kündigung ist mit nur einem Mausklick zu bewerkstelligen und klappt ohne Beanstandungen

*Unter Beachtung der jeweilige Flugallianzen auch bei Partner-Airlines einlösbar

Contra
  • Abonnement: Ein großer Nachteil ist sicherlich das Abo mit monatlichen Zahlungen zwischen $15, $25 oder $39 (je nach Mitgliedspaket)
  • Relevanz der Deals: Nicht alle Angebote sind relevant oder nutzbar. Gerade als Nicht-US-Bürger fallen einige Deals schon mal kategorisch weg
  • Zeitaufwand: Sich die aufgelisteten Deals durchzuschauen braucht natürlich einiges an Zeit. Ich persönlich habe für die zwei Testwochen insgesamt eine Stunde benötigt
  • Sprache: Die Inhalte sind derzeit nur auf Englisch verfügbar

Fazit

Ich war persönlich von travelhacking.org etwas enttäuscht. Ein großes Plus gebe ich den Anleitungen und der Wissensdatenbank zu den häufig gestellten Fragen des travelhackings, die wirklich für den Beginner Licht in das Dunkel des Travelhackings bringt. Die Anzahl an relevanten Angeboten zum Meilensammeln für internationale Nutzer war leider begrenzt, was eventuell aber auch durch die kurze Dauer meines Tests nicht ganz representativ bewertet werden kann. Ich empfehlen dennoch jedem den Dienst für sich persönlich auszuprobieren, da die Kündigung mit nur einem Mausklick geschehen ist und eine Investition von $1 schon allein für die Anleitungen vertretbar ist.

Bildquellen:
Banner – travelhacking.org
Profilbild – chrisguillebeau.com/3×5/

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Ein Kommentar

  1. Hi Simon, interessante Webseite

    Du sagst „Gerade als Nicht-US-Bürger fallen einige Deals schon mal kategorisch weg“

    Sind es nur einige Deals oder die allermeisten? Ich hatte immer den Eindruck, dass sich Meilensammeln nur für Vielflieger oder US-Amerikaner lohnt.

    Grüssle aus den Staaten,
    Florian

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