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Geisterstädte USA: Die 7 schönsten Ghost Towns 2026

Zuletzt aktualisiert am 08/07/2026

Stand: Mai 2026. Verlassene Saloons, eingestaubte Postämter, knarzende Holzveranden: Die Geisterstädte der USA („Ghost Towns“) sind faszinierende Zeitkapseln aus der Pionier- und Goldrausch-Ära. Viele entstanden binnen weniger Jahre rund um Gold-, Silber- oder Kupferminen – und wurden ebenso schnell wieder verlassen, als die Vorkommen erschöpft waren. Wir stellen dir die 7 schönsten Geisterstädte der USA vor, jeweils mit Lage, Anfahrt, Eintritt und der besten Reisezeit für deinen Besuch.

Die 7 schönsten Geisterstädte der USA auf einen Blick

  • Bodie (Kalifornien) – best erhaltene Goldrausch-Stadt, „arrested decay“
  • Rhyolite (Nevada) – Bilderbuch-Ruine am Death Valley, nahe Las Vegas
  • Kennicott (Alaska) – rote Kupfermine im Wrangell-St.-Elias-Nationalpark
  • Thurmond (West Virginia) – Eisenbahn-Geisterstadt im New River Gorge
  • Calico (Kalifornien) – restaurierte Silberminen-Stadt nahe Barstow & Route 66
  • Goldfield (Arizona) – touristische Goldminen-Stadt bei Phoenix
  • Cahawba (Alabama) – ehemalige Hauptstadt, von Fluten verschluckt

Die meisten Ghost Towns liegen im Westen der USA – allen voran in der kalifornischen Sierra Nevada und den Bergbaugebieten Nevadas. Viele der schönsten Geisterstädte werden heute konserviert, teils unter Aufsicht des National Park Service (NPS) oder als State Historic Park. Deshalb wirken manche, als wären sie erst vor Kurzem verlassen worden – perfekt, um sich das harte Leben der Minenarbeiter vorzustellen.

1. Bodie, Kalifornien

Geisterstadt Bodie in Kalifornien mit erhaltenen Holzgebäuden
Bodie State Historic Park – im Zustand des ‚arrested decay‘ konserviert.

Bodie ist so gut erhalten, dass man einen Western-Film-Nachbau vermuten könnte. Mit über 200 erhaltenen Gebäuden zählt die Stadt zu den bekanntesten Ghost Towns der USA. Gegründet nach einem Goldfund von William S. Bodey 1859 nördlich des Mono Lake, wuchs Bodie auf über 10.000 Einwohner an und bot 1880 mehr als 60 Bars samt Rotlichtbezirk. 1942 war die Stadt menschenleer.

Lage & Besuch: Östlich der Sierra Nevada, rund 13 Meilen östlich des Highway 395 (die letzten gut 5 km sind unbefestigt). Eintritt ca. 8 USD pro Erwachsenem. Beste Reisezeit: Mai bis Oktober – im Winter ist die Zufahrt oft schneebedingt gesperrt. Gut kombinierbar mit einem Abstecher zum Yosemite-Nationalpark über den Tioga Pass.

2. Rhyolite, Nevada

Geisterstadt Rhyolite in Nevada am Rande des Death Valley
Rhyolite – Bilderbuch-Geisterstadt am Rand des Death Valley.

Rhyolite wurde 1904 gegründet und war schon 1916 wieder menschenleer. Auf dem Höhepunkt zählte die nach dem Rhyolith-Gestein benannte Stadt über 10.000 Einwohner, mit Hotels, mehreren Krankenhäusern, einem Opernhaus und 53 Saloons. Berühmt ist das restaurierte „Bottle House“, das aus tausenden Glasflaschen erbaut wurde.

Lage & Besuch: Nahe Beatty am Ostrand des Death-Valley-Nationalparks, rund 120 Meilen nordwestlich von Las Vegas. Eintritt frei, jederzeit zugänglich. Direkt nebenan liegt das skurrile Goldwell Open Air Museum mit Geister-Skulpturen. Beste Reisezeit: Oktober bis April (im Sommer extreme Wüstenhitze). Ideal als gruseliger Abstecher bei einem Death-Valley-Trip ab Las Vegas.

3. Kennicott, Alaska

Verlassene Kupfermine Kennicott in Alaska mit roten Gebäuden
Die markanten roten Minengebäude von Kennicott im Wrangell-St.-Elias-Nationalpark.

Die Prospektoren Jack Smith und Clarence Warner entdeckten 1900 reiche Kupfervorkommen. In 27 Jahren förderte die „Kennecott Copper Corporation“ Kupfer im Wert von über 200 Millionen US-Dollar. 1938 verließ der letzte Zug die Stadt. Die markanten dunkelroten Holzgebäude sind heute eine der fotogensten Industrie-Ruinen Nordamerikas.

Lage & Besuch: Im Wrangell-St.-Elias-Nationalpark nahe McCarthy, vom NPS verwaltet. Die Anreise ist abenteuerlich (lange Schotterstraße, Fußgängerbrücke). Beste Reisezeit: Juni bis September – im Winter praktisch unzugänglich. Etwas für echte Alaska-Abenteurer.

4. Thurmond, West Virginia

Eisenbahndepot der Geisterstadt Thurmond in West Virginia
Das historische Train Depot von Thurmond – heute ein Museum im New River Gorge.

Obwohl Thurmond offiziell noch eine Handvoll Bewohner hat, gehört der Ort optisch zu den gruseligsten Geisterstädten der USA. Die Kohlestadt war einst eine wichtige Haltestelle der Chesapeake & Ohio Railway – doch die Diesellok der 1950er machte den Stopp überflüssig. Das Eisenbahndepot ist heute ein Museum.

Lage & Besuch: Im New River Gorge National Park & Preserve (seit 2020 jüngster US-Nationalpark). Eintritt frei. Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst – beliebt bei Rafting-Touristen am New River. Der Herbst-Indian-Summer ist besonders fotogen.

5. Calico, Kalifornien

Restaurierte Silberminen-Geisterstadt Calico in Kalifornien
Calico Ghost Town – restaurierte Silberminen-Stadt nahe Barstow.

Calico entstand 1881 nach einem Silberfund und beherbergte mit über 500 Minen rund 1.200 Einwohner. Als die Silberpreise 1890 fielen, war Calico 1907 eine Ghost Town. Heute sind etwa ein Drittel der Gebäude im Originalzustand und können mit Museum besichtigt werden – der Rest wurde restauriert. Calico ist touristisch, aber gerade für Familien ein lohnender Stopp. Alle Details – Eintritt, Attraktionen und Anfahrt – im Calico-Ghost-Town-Guide.

Lage & Besuch: Bei Yermo, rund 15 Minuten nordöstlich von Barstow direkt an der I-15 – und damit ein perfekter Abstecher auf einem Route-66-Roadtrip oder der Strecke Los Angeles–Las Vegas. Eintritt ca. 8–10 USD. Beste Reisezeit: Oktober bis April (Mojave-Wüste, im Sommer sehr heiß).

6. Goldfield, Arizona

Goldfield Ghost Town in Arizona vor den Superstition Mountains
Goldfield Ghost Town vor der Kulisse der Superstition Mountains.

Goldfield wurde 1892 nach einem Goldfund gegründet und wuchs rasch auf 4.000 Einwohner mit Laden, Hotel, Postamt und Schule. Schon 1897 waren die Vorkommen erschöpft. Heute ist Goldfield eine lebendige Touristenattraktion mit Western-Shows, Schießerei-Inszenierungen, Schmalspurbahn und der Möglichkeit, selbst Gold zu schürfen.

Lage & Besuch: Bei Apache Junction östlich von Phoenix, am Fuß der Superstition Mountains. Das Gelände ist frei zugänglich, einzelne Attraktionen kosten Eintritt. Beste Reisezeit: Oktober bis April. Gut kombinierbar mit der Wüstenlandschaft rund um den Joshua-Tree-Nationalpark auf einer Südwesten-Rundreise.

7. Cahawba, Alabama

Ruinen der ehemaligen Alabama-Hauptstadt Cahawba
Old Cahawba – die ehemalige Hauptstadt Alabamas, heute Archäologie-Park.

Cahawba war von 1820 bis 1826 die Hauptstadt Alabamas. Doch die Lage am Zusammenfluss zweier Flüsse erwies sich als fatal: Wiederholte Überflutungen vertrieben die Bewohner. Während des Bürgerkriegs diente das berüchtigte Gefängnis „Castle Morgan“ der Inhaftierung von über 3.000 Unionssoldaten. Um 1900 war Cahawba verlassen – geblieben sind Straßenzüge, einzelne Gebäude und ein Friedhof.

Lage & Besuch: Als „Old Cahawba Archaeological Park“ nahe Selma im Süden. Eintritt frei (Spende erbeten). Beste Reisezeit: Frühling und Herbst – im Sommer schwül. Ein stimmungsvoller Stopp für Geschichts- und Südstaaten-Fans.

Die 7 Geisterstädte im Vergleich

GeisterstadtBundesstaatNächste StadtEintrittBeste Zeit
BodieKalifornienBridgeport / Mono Lakeca. 8 USDMai–Okt
RhyoliteNevadaBeatty / Las VegasfreiOkt–Apr
KennicottAlaskaMcCarthyfrei (NPS)Jun–Sep
ThurmondWest VirginiaFayettevillefreiFrühling–Herbst
CalicoKalifornienBarstowca. 8–10 USDOkt–Apr
GoldfieldArizonaApache Junction / Phoenixfrei (Attraktionen extra)Okt–Apr
CahawbaAlabamaSelmafrei (Spende)Frühling/Herbst

Tipps für deinen Geisterstadt-Besuch

  • Wasser & Sprit: Viele Ghost Towns liegen abgelegen in Wüste oder Bergen. Tanke voll und nimm reichlich Wasser mit – Handyempfang ist oft nicht vorhanden.
  • Nichts mitnehmen: In State Historic Parks und NPS-Gebieten ist das Entfernen von Gegenständen verboten („Leave No Trace“). Ein altes Aberglaube besagt sogar, wer aus Bodie etwas mitnimmt, werde vom „Bodie-Fluch“ verfolgt.
  • Beste Fotozeit: Goldene Stunde am frühen Morgen oder späten Nachmittag – das warme Licht auf verwittertem Holz ist magisch.
  • Öffnungszeiten prüfen: Gerade bergige Standorte wie Bodie oder Kennicott sind im Winter gesperrt. Vorab die offizielle Park-Website checken.
  • Festes Schuhwerk: Unebener Boden, alte Nägel und Geröll – Sandalen sind keine gute Idee.

Häufige Fragen zu Geisterstädten in den USA

Welche ist die schönste Geisterstadt der USA?

Bodie in Kalifornien gilt als die best erhaltene und eindrucksvollste Geisterstadt der USA. Über 200 Gebäude werden im Zustand des „arrested decay“ konserviert – also bewusst im verfallenen, aber stabilisierten Originalzustand belassen.

Wie sind Geisterstädte in den USA entstanden?

Die meisten Ghost Towns entstanden während Gold-, Silber- oder Kupfer-Booms im 19. Jahrhundert. Als die Rohstoffvorkommen erschöpft waren, verließen die Bewohner die Städte rasch. Auch der Niedergang von Eisenbahnstrecken ließ Orte wie Thurmond zu Geisterstädten werden.

Welche Geisterstadt liegt am nächsten zu Las Vegas?

Rhyolite in Nevada liegt rund 120 Meilen nordwestlich von Las Vegas am Rand des Death Valley und ist als Tagesausflug oder Zwischenstopp gut erreichbar. Der Eintritt ist frei.

Kosten Geisterstädte in den USA Eintritt?

Das ist unterschiedlich. State Historic Parks wie Bodie (ca. 8 USD) und Calico (ca. 8–10 USD) verlangen Eintritt, während frei zugängliche Orte wie Rhyolite, Thurmond oder Cahawba kostenlos sind. NPS-verwaltete Standorte können im Rahmen der Nationalpark-Gebühren liegen.

Wann ist die beste Reisezeit für Geisterstädte?

Für die Wüsten-Geisterstädte (Rhyolite, Calico, Goldfield) eignen sich die kühleren Monate Oktober bis April. Bergige Orte wie Bodie und Kennicott sind dagegen nur im Sommer (etwa Mai/Juni bis September/Oktober) zugänglich, da die Zufahrt im Winter gesperrt ist.

Darf man in Geisterstädten etwas mitnehmen?

Nein. In State Parks und NPS-Gebieten ist das Entfernen von Gegenständen gesetzlich verboten. Bei Bodie hält sich zudem der Aberglaube vom „Bodie-Fluch“, der Souvenirdiebe verfolgen soll – jedes Jahr schicken Reumütige Fundstücke zurück.

Welche Geisterstadt der USA reizt dich am meisten? Hinweis: Eintrittspreise und Öffnungszeiten können sich ändern – prüfe vor dem Besuch die offizielle Park-Website.

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