FED Zinsentscheidung Tax Liens

Was die Fed-Zinsentscheidung für Anleger bedeutet

Zuletzt aktualisiert am 21/12/2022

Mit der in dieser Woche im Kampf gegen die Inflation verkündeten Anhebung des US-Leitzins um 0,5 Prozentpunkte durch die Fed, fiel zwar kleiner aus, als nach den vergangenen Sitzungen der Notenbank – ist aber immer noch beachtlich.

Der Leitzins liegt nun in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent – womit der höchste Wert seit 15 Jahren erreicht wird.

Ebenfalls diese Woche angehoben wurde der Leitzins durch die EZB, ebenfalls um 0,5 Prozentpunkte, auf 2,50 Prozent. Sowohl die Fed als auch die EZB haben für das Jahr 2023 weitere Zinssteigerungen angekündigt, eine gute Nachricht für alle, die an Anlagen mit einer festen Verzinsung interessiert sind.

Die Talsohle der Niedrigzinspolitik der Zentralbanken ist damit durchschritten: Die EZB hatte zum 27. Juli 2022 die Leitzinsen nach mehr als sechs Jahren erstmals wieder angehoben, von 0,00 auf 0,50.

Zum 14. September stieg der wichtigste Leitzins dann auf 1,25 Prozent, ein Rekord-Zinsschritt, im Oktober 2022 dann auf 2,0 Prozent, mit dem Zinsschritt vom 15. Dezember liegt der Zinssatz jetzt bei 2,5 Prozent.

Das Marriner S. Eccles Federal Reserve Board Building in Washington, D.C.

Die Zinsentwicklung in den USA war im Vergleich zur EU etwas dynamischer: nachdem der Zins Anfang 2016 erstmals seit 2008 wieder anstieg und bis Mitte 2019 2,5% erreichte, folgte eine Zinssenkung auf 0,25 %, wo der Zins bis Anfang 2022 blieb, seit Beginn des Jahres folgten sieben Zinsschritte.

Diese Zinserhöhungen sind nicht nur vorteilhaft für jene, die auf Anlagen mit fester Verzinsung setzen, sondern auch im Kontext mit der zunehmenden Inflation und den Entwicklungen an den Immobilien- und Tax Lien-Märkten, welche auch Ihrerseits von steigenden Zinsen und instabilen Aktienmärkten befeuert werden.

Dies reflektiert sich auch in einem stabilen House Pricing Index und gleichbleibend stabilen Mietpreisniveaus in Ballungszentren in den USA.

Zeitgleich profitieren Immobilien- und Tax Lien Investments von einem starken US-Dollar und einem schwachen Euro, welcher sich bereits seit Juli 2022 um eine Parität zum US-Dollar bewegt und damit ein steigendes Interesse europäischer Anleger an grundpfandgesicherten Steuerschuldverschreibungen auslöst, welche vom County eines amerikanischen Bundesstaats für eine nicht bezahlte Steuer eines Grundstückeigentümers oder Immobilienbesitzers emittiert werden.

Diese Tax Liens bzw. Tax Certificates werden von den Countys an Investoren angeboten, um überfällige Steuern einzusammeln. Klassische Tax Liens-Staaten sind Oklahoma (8 % p. a.), Arizona (16 % p. a.), Iowa und Florida (24 % p. a.), Maryland (18 % pro Halbjahr), Illinois (18 % pro Halbjahr).

Es ist daher davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung im Jahre 2023 fortsetzt.

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