Günstig Geld in die USA überweisen

Überweisung in die USA

Zuletzt aktualisiert am 09/03/2022

Geld in die USA überweisen

Wer Geld in ein anderes Land innerhalb der Europäischen Wirtschaftsraums überweisen will, zahlt dafür heutzutage nicht mehr Gebühren als bei einer Inlandsüberweisung und auch die Transaktionszeit ist nicht unbedingt länger als bei einer gewöhnlichen Inlandsüberweisung, denn seit dem 1.12.2012 darf dies nicht länger als einen Geschäftstag benötigen. Wer Geld außerhalb der EU überweisen oder transferieren möchte zahlt unterschiedlich hohe Gebühren und teils erhebliche versteckte Gebühren wie etwa durch schlecht Wechselkurse bei fremden Währungen. Welche Möglichkeiten gibt es um Geld in die USA zu überweisen?

Klassische Bank-Überweisung in die USA

Die meisten Banken unterscheiden bei Überweisungen zwischen einem Zahlungsauftrag am Schalter mit Beleg und einer Online-Auslandsüberweisung, wobei ein online getätigter Auftrag wesentlich gebührengünstiger ist. Für die Überweisung am Schalter benötigt man ein Formular der Bank (Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr). Dieses Formular wird wie ein normaler Überweisungsträger mit den persönlichen Daten und dem SWIFT-Code (BIC), welchen man auf Kontoauszügen oder im Internet findet, ausgefüllt. Zusatzangaben wie die genaue Adresse des Empfängers und der Empfängerbank müssen angegeben werden. Ein solches Formular als PDF-Datei findet man hier. Es empfiehlt sich bei Unsicherheiten die Hausbank aufzusuchen.

Kosten für eine solche Auslandsüberweisung variieren stark. Die Überweisungszeiten liegen in der Regel bei 3 bis 5 Tagen. Unter dem Punkt Entgeltregelung kann der Kostenträger der Überweisungsgebühren mit Zahlungsempfänger, Kontoinhaber oder Gemeinsame Kostenteilung bestimmt werden. Die Überweisungen sind meist sehr teuer.

Ich habe für eine Überweisung von ca. 1000 € damals ungefähr 60 € an Gebühren bezahlt. Die normale Überweisung dauert für heutige Verhältnisse zu lange und findet nicht zum echten Wechselkurs statt warum die Kosten für Überweisungen bei der Bank deutlich höher ist als die tatsächlich ausgewiesenen Gebühren vermuten lassen.

Nachteile bei Auslandsüberweisungen:

  • Hohe Kosten bei der Hausbank und oftmals werden beim Empfang der Zahlung ebenfalls Gebühren fällig
  • Lange Überweisungszeiten
  • Häufig schlechter Wechselkurs

Online-Dienste (Überweisungen) wie Wise

Viele neue Start-ups schießen wie Pilze aus dem Boden und möchten gerade auf dem intransparenten Markt bei Auslandsüberweisungen den etablierten Banken das Geschäft streitig machen. Der Dienst von Wise (ehemals TransferWise) wurde durch die Skype und PayPal-Entwickler gegründet und punktet mit niedrigen Gebühren. Wise gilt mittlerweile als der Marktführer und ist im Geschäft der internationalen Überweisungen schon eine etablierte Größe.

Geld ins Ausland senden kann so einfach sein. Bei Wise wählt man die gewünschte Zielwährung aus, gibt einen Betrag ein, der bei der Bank des Empfängers ankommen soll und erhält transparten zu welchem aktuellen Wechselkurs die Überweisung durchgeführt werden kann. Der Wechselkurs ist hierbei für 48 Stunden garantiert. Das heißt innerhalb dieser Frist musst du das Geld auf das Konto von Wise überwiesen haben, damit die Auszahlung zum gebildeten Wechselkurs durchgeführt werden kann.

Bei einer Überweisung von 1.000 € würden Gebühren von gerade einmal 4,66 € zum aktuellen Zeitpunkt anfallen. Die Überweisung dauert zwischen 1 und 3 Werktage und liegt damit auf Augenhöhe mit der Auslandsüberweisung durch eine deutsche Bank.

Zum Erfahrungsbericht geht es hier: Wise Erfahrungen (ehemals TransferWise)

ZahlungsanbieterGebührenWechselkursErhaltener Betrag
TransferWise8,72 €1,09740$ 1.087,83
Western Union0 €1,07578$ 1.075,78
ING31 €1,09640$ 1.062,41
MoneyGram3,99 €1,04360$ 1.039,44
PayPal3,99 €1,03989$ 1.035,74

Anmerkung: Daten abgerufen am 09.03.2022

Bargeldsendungen

Der Klassiker bei Überweisungen ins Ausland ist oftmals Western Union mit fast 46.000 Standorte in den Vereinigten Staaten zur Geldabholung (Barauszahlung). Der Geldtransfer funktioniert in wenigen Minuten. Man muss sich nur auf Western Union registrieren, die Empfängerdaten eintippen und mit einer gewünschten Zahlungsoption (VISA, MasterCard, Onlineüberweisung oder giropay) bezahlen und dem Empfänger die Transaktionsnummer zur Abholung mitteilen.

Die Kosten starten bei 4,90 € und liegen bei einem Betrag von 500 bis 1000 € zwischen 25 bis 30 Euro. Leider bietet Western Union keine vernünftige Gebührentabelle an und man muss alle Gebühren manuell durch Eingabe überprüfen. Hier kannst du Geld in die USA mit Western Union senden

Alternativen zu Western Union:

Eine Alternative zu Western Union ist MoneyGram, jedoch sind die Gebühren im Vergleich etwas teurer als bei der Konkurrenz. Bei einem Betrag von 500 bis 1000 Euro liegen die Gebühren bei 30 – 42,50 €. Bei Onlinezahlung werden auch nur Kreditkarten (VISA und MasterCard) akzeptiert.

Bei Überweisungen in Fremdwährungen wird von Vielen die Bargeldsendung zur normalen Überweisung als gute Alternative angesehen, jedoch bekommt man hier nie den echten Wechselkurs und zahlt deshalb ganz schön happige Gebühren. Wenn man 1.000 Euro versendet kommt im Vergleich zu WU bei Wise (ehemals TransferWise) fast 53 USD mehr an.

Natürlich muss man hier erwähnen, dass man mitterlweile mit WesternUnion auch Geld auf ein Bankkonto in der fremden Währung auszahlen lassen kann. Beim Vergleich mit Wise (ehemals TransferWise) kommen jedoch immer noch 13 USD weniger an. Geld ins Ausland senden ist leider teuer, aber das muss es nicht sein. Der große Vorteil bei Western Union ist hier natürlich, dass man Bargeld an einem der vielen Standorte einzahlen kann und nicht ausschließlich online per Kreditkarte.

Vorteile von Bargeldsendungen:

  • Zahlungen auch ohne Giro-Konto möglich
  • Schnelle Transaktionen

PayPal

Bei Geldtransfers in die USA ist PayPal sehr beliebt, da die Zeit der Transaktion ähnlich wie Western Union sehr schnell von statten geht.

Bei persönlichen Zahlungen, also an Freunde und Familie fallen 5% des Transaktionsbetrages an Gebühren an, jedoch beträgt das Maximum 3,99 €. In jedem Fall beträgt die Mindestgebühr 0,99 €.

Die genauen Gebühren findest du auf der Seite: PayPal Gebühren

Ein großes Problem bei PayPal ist wie so oft beim internationalen Zahlungsverkehr, dass ein schlechter Wechselkurs angeboten wird. Bisher habe ich daher PayPal nur für kleinere Geldsendungen benutzt. Ärgerlich war jedoch einmal eine Überprüfung bei 22 USD, die die Auszahlung des Betrags um 3 Tage verzörgerte. 

Kreditkarte (Geldauszahlung am Automaten)

Eine Möglichkeit um Geld in die USA zu transferieren ist die Abhebung an einem Geldautomaten (ATM) mit der Kreditkarte. Hierbei fallen in der Regel geringe Gebühren an und der Betrag wird automatisch zum Tageskurs von Euro in USD konvertiert. Einziges Manko ist das Limit, welches pro Tag maximal ausgezahlt werden kann. Mit meiner Sparkassen VISA Kreditkarte zahle ich 5 € für die Geldabhebung plus 1,75% des Betrags (in Euro) für den Auslandseinsatz. Bei einer Abhebung von 500 € würden dann die Gebühren 13,75 Euro (5 + 8,75) betragen.

Vorteile bei Geldauszahlung per Kreditkarte:

  • Schnelle Verfügbarkeit
  • Relativ niedrige Kosten

Nachteil:

  • Tageslimit der Kreditkarte

Manchmal ist es mit der EC-Karte (Debit Card) gleich teuer oder günstiger Bargeld an Automaten abzuheben. Wer eine EC-Karte von Maestro hat kann eigentlich uneingeschränkt Geld an Automaten zapfen. Das Pendant von VISA namens V-Pay wird in den USA leider an keinem Automaten aktzeptiert.

Keine Kreditkarte? Ich empfehle die kostenlose Kreditkarte der DKB

Fazit und persönliche Erfahrungen

Beim Geld ins Ausland überweisen hat man eine große Auswahl an Möglichkeiten. Ich habe über die Zeit für internationale Überweisungen bisher alle genannten Optionen schon mindestens einmal genutzt. Bei Überweisungen in Länder in Fremdwährungen scheinen auf den ersten Blick die anfallenden Gebühren ganz erträglich zu sein, aber der Schein trügt. So gut wie immer fallen horrende Kosten an, die versteckt in wahnsinnig schlechten Wechselkursen, nicht so leicht zu entarnen sind. Somit kommt bei der Bank des Zahlungsempfängers entweder deutlich weniger an oder man zahlt mehr.

Lässt man Bargeldsendungen außen vor, weil man ausschließlich günstig Geld an ein ausländischen Bankkonto überweisen möchte, dann ist für mich der klare Gewinner Wise. Hier kann man bequem online Geld unter vorherige Angabe der genauen Kosten (auch der Wechselkurs ist im Vornherein bekannt und wird für 48 Stunden garantiert) auf ein beliebiges Konto in den Vereinigten Staaten transferieren.

Ich selbst nutze Wise und das neue Borderless-Konto (Multi-Währungskonto) nicht nur privat, sondern auch für große geschäftliche Überweisungen. Bisher gab es noch nie einen Grund zur Beanstandung des Services und oftmals kam das Geld schon am nächsten Werktag beim Empfänger an. Toll ist übrigens auch, dass die Auszahlung innerhalb von 7 Stunden klappt, wenn der Empfänger ebenfalls ein Wise-Konto hat.

Verbringt das Kind also ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten, dann macht es wirklich Sinn vor Ausreise ein solches Konto zu eröffnen. Wer das Konto mit der Wise Debit-Karte nutzt kann auch von seinem Euro-Konto Geld in den Vereinigten Staaten zu äußerst niedrigen Gebühren abheben und dies zum aktuellen und fairsten Wechselkurs. Insgesamt ist diese die günstigste Option unkompliziert Geld ins Ausland in gewünschte Währung zu senden.

Muss es einmal schnell gehen und ein Konto bei Wise besteht noch nicht, dann würde ich auf PayPal ausweichen, sofern das Geld nicht auf ein Bankkonto landen muss. Jedoch dauert eine Registrierung bei Wise nicht sehr lange und auch eine Kontoverifizierung klappt schnellsten, falls man sich für ein Konto bei Wise entscheidet. Für eine Auslandsüberweisung braucht man nämlich nicht zwingend ein Konto dort.

Häufige Fragen zum Thema Überweisungen in die USA

Wie viel kostet eine Überweisung in die USA?

Geld von Deutschland in die USA über die lokale Bank zu überweisen ist nicht nur langsam, sondern auch ganz schön teuer. Oftmals betragen Gebühren auch bei kleineren Beträgen unter 1.000 € schnell mal 50 Euro, dabei sind die Mehrkosten zu Alternativen mit besseren Wechselkursen nocht nicht einmal eingerechnet.

Was ist die IBAN in den USA?

Die USA sind nicht Teil der SEPA (Single Euro Payments Area) und verwenden deshalb auch keine IBAN. Viele Banken in den USA sind ebenfalls nicht der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) angeschlossen.

Aus diesen Gründen benötigt man für Überweisungen in die USA neben der eigentlichen Kontonummer oft die ABA oder ACH Routing Number, die im Grunde der Bankleitzahl entsprechen. Wichtig ist, dass man unbedingt die korrekte Routing Number des Checking Accounts (Girokonto) verwendet, denn die ABA Nummern (u.a. auf Schecks zu finden) können von der ACH Nummer abweichen. Teils sind beide Nummer jedoch identisch.

ABA steht übrigens für American Bankers Association und ACH für Automated Clearing House.

Welche Daten werden bei einer Überweisung in die USA benötigt?

Bei Zahlungen in die USA oder ein anders Nicht-EU-Land benötigt man für das Formular „Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr“, welches man auf der Bankfiliale bekommt folgende Informationen:

  • Kontodaten des Empfängers (ACH/ABA Routing Number, Kontonummer)
  • Genaue Adresse des Zahlungsempfängers
  • Genaue Adresse der Banke des Zahlungsempfängers

Was ist die Routing Number bei einer Überweisung in die USA?

Die Routing Number ist nichts anderes als die Bankleitzahl des amerikanischen Bankensystems. Hier wird oft von der ABA Routing Number oder der ACH Routing Number gesprochen. Man sollte genaustens darauf achten, dass man die korrekte Routing Number des eigentlichen Girokontos nimmt, denn die ABA ist z.B. auf Schecks aufgedruckt und muss nicht zwangsläufig mit der ACH Routing Number des Zahlungskonto der gleichen Bank übereinstimmen, kann jedoch identisch sein.

Wie lange dauert eine Überweisung in die USA?

Internationale Überweisungen außerhalb des europäischen Wirtschaftsraum sind in der Regel sehr langsam und dauert wie z.B. von der Sparkasse angegeben in die USA schon einmal 3 bis 5 Werktagen.

Transfer-Dienstleister wie z.B. Wise oder Konkurrenten wie Azimo sind hier deutlich schneller, denn man zahlt bei Überweisungen aus Deutschland das Geld auf ein europäischen Referenzkonto ein und der Dienstleister zahlt den gewünschten Betrag dann sofort bei Gelderhalt an das Empfängerkonto aus.

Wie funktionieren Überweisungen in die USA?

Für die klassische Überweisung in die USA benötigt man wie weiter oben in den Fragen geklärt die Kontodaten des Empfängers, die genaue Adresse des Zahlungsempfängers und der Bank des Zahlungsempfängers. Diese Daten müssen bei der Überweisung in das Formular „Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr“ eingetragen werden.

Zusätzlich muss man sich entscheiden wer die Gebühren für die Überweisung trägt, dies kann der Empfänger, der Sender oder beide zu gleichen Teilen sein. Ist die Überweisung getätigt dann dauert es 3 bis 5 Werktage bis das Geld beim Empfänger in den USA ankommt.

Schneller und unkomplizierter geht die Überweisung in die USA über Zahlungsanbieter wie Wise

Zum Artikel: Wise Erfahrungen

Wie funktioniert eine Überweisung in die Vereinigten Staaten mit Wise genau?

Bei Wise (vormals TransferWise) kannst du den Betrag eingegeben den du senden möchtest oder den Betrag den der Empfänger erhalten soll. 

Es werden dir vor der Überweisung alle Gebühren und der Wechselkurs angezeigt, welcher dir für 48 Stunden garantiert wird.

Bist du mit den Kosten einverstanden dann tätigst du eine lokale Überweisung an das Konto von Wise (Zahlungen mit Kreditkarte ist ebenfalls möglich). Nach Zahlungseingang bei Wise wird dem Empfänger das Geld sofort ausgezahlt. Oftmals kommt das Geld schon am nächsten Werktag an.

Ist Pay Pal und Western Union eine gute Alternative zu normalen Überweisungen?

PayPal ist keine wirklich gute Alternative zur Überweisung insbesondere wenn man die Kosten zu Transfer-Dienstleister wie Wise vergleicht. PayPal wechselt Währungen wie den Euro zu US-Dollar mit einem selbst festgelegten Wechselkurs, der oftmals sehr schlecht für den Kunden ausfällt.

Western Union bietet mittlerweile neben den klassischen Bargeldsendungen ebenfalls die Möglichkeit Geld auf ein Konto in den USA zu überweisen an, jedoch sind hier ebenfalls die Wechselkurse selbst festgelegt und weichen gerne mal um 5% zum aktuellen Devisenkurs ab. 

Sowohl PayPal und Western Union sind im allerhöchsten Fall eine reine Notfalls-Lösung. Wer günstig und zu einem fairen Wechselkurs Geld in die USA senden möchte, nutzt am besten Dienste wie Wise, Azimo oder andere Mitbewerber.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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15 Kommentare

  1. Ich werde im Februar nach Amerika fliegen. Ich bin froh, dass ich dort jemanden kenne, der mich finanziell unterstützen kann.

    Vielen Dank für diesen Blog, weiter so.

  2. Ich benutze TransferWise aus den USA Richtung Deutschland und kann nur bestätigen, dass der Dienst sehr zuverlässig ist. Bei der Erstüberweisung kann der Transfer 4 Tage dauern, da zusätzliche Überprüfungen seitens TransferWise durchgeführt werden. Ein guter Service.

      1. Ich bin jetzt nicht Max und meine Antwort kommt ein bisschen spät, aber ich möchte den Gedankengang trotzdem mal erläutern, weil ich diese Idee jetzt schon öfter gelesen habe und ich ja vielleicht hier noch jemanden vor Fehlern bewahren kann.

        Der Gedanke ist richtig – Crypto-Währungen verlieren keinen Wert, wenn sie die Grenze passieren. Weil sie verdammt wenig reguliert sind und das trifft in der Regel auch auf die Tauschbörsen zu. Da kannst Du z.B. zu einer Gebühr von nur 0.01% bei Bitfinex Cryptos gegen Euro tauschen und umgekehrt.

        Die Sache hat zwei Haken. Erstens ist es auf den allermeisten Handelsplattformen nicht mehr möglich, Cryptos direkt gegen Dollar zu tauschen. Da hat die US-Finanzaufsicht natürlich ein Problem mit. Deswegen gibt es eine Ersatzwährung, deren Kurs an den des Dollars gebunden ist. Die kann man dann bei anderen Tauschbörsen verkaufen, die widern höhere Gebühren haben.

        Dazu kommen die (zumindest bei Bitcoin) schwer berechenbaren Transaktionsgebühren, derzeit etwa 30$ pro Transaktion, dafür ist das Geld nach zehn Minuten da.

        Das viel größere Problem ist aber der Kurs. Wenn ich 1000 Euro in Dollar umtauschen will, habe ich mindestens zwei Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk (zur Tauschbörse hin und wieder zurück). 60 Dollar also wenn es relativ schnell gehen soll. Leider kann es aber sein, dass in diesen 20-30 Minuten, die man zum Wechseln braucht, der Kurs mal eben um 20% einbricht. Dann hab ich nur noch 700 Euro in Bitcoin, die ich dann in Dollars umtauschen kann.

        Klar, in die Gegenrichtung geht’s auch – man kann auch Glück haben. Aber Geld über den Atlantik zu schicken sollte doch kein Glücksspiel sein, oder?

        Zumindest derzeit sind diese Cryptowährungen im Alltag nur schwer zu gebrauchen, da braucht man schon eine Menge Enthusiasmus.

  3. Man könnte noch erwähnen, dass Auslandsüberweisungen in die USA bei den Genossenschaftsbanken (Volks-, Raiffeisenbank etc.) wesentlich günstiger als SWIFT-Überweisungen sind, weil diese Banken an das TIPANET-System angeschlossen sind. Normalerweise zahlt man hier nur eine Flat Fee von 10 bis 15 Euro, unabhängig vom Überweisungsbetrag.

    Ich habe allerdings auch schon den Fall erlebt, dass eine solche Überweisung von der Empfängerbank nicht angenommen wurde und wieder zurückgesendet wurde — auf meine Kosten als reguläre SWIFT-Auslandszahlung, also entsprechend teuer.

  4. Ich habe früher auch von meiner Genossenschaftsbank per Tipanet in die USA überwiesen. Das war günstig und schnell. Jetzt bietet die Genossenschaftsbank nur noch SWIFT an. Bei Gebührenteilung fallen jetzt pauschal EUR 15 an, ohne Rücksicht auf den Überweisungsbetrag. Mit Tipanet waren es zuletzt 10 EUR, früher 7,50 EUR. Die GenBank rechnet zum offiziellen Devisen-Mittelkurs am Überweisungstag ab, also fair.

    Leider geht unterwegs etwas verloren, bloß kann mir niemand erklären, wie sich diese „leakage“ von $ 27 auf einen Betrag von $20.000 errechnet. UND die Empfängerbank wollte dann noch zusätzlich $ 16 für einen international wire transfer haben. Sie hat aber diesen Betrag erstattet, weil der Empfänger einen hohen Kontostand hat und diverse Gebühren daher erlassen werden.

    Was mich außerordentlich stört: in Bezug auf die SWIFT-Gebühr der zwischengeschalteten Institute für den Transfer besteht keine Transparenz. Weder die Genossenschaftsbank noch die Empfängerbank in den USA sah sich im Stande, den Betrag aufzuklären. Vielleicht hatten sie auch keinen Bock. Allenthalben Schulterzucken.

    In Relation zum Überweisungsbetrag sind das keine Riesengebühren. Trotzdem wäre es nett, wenn man vorher wüsste, was wer wofür an Gebühren verlangt. Irgendwie ein schwarzes Loch im Atlantik, in das keiner am einen oder anderen Ufer reinschauen kann.

    Vielleicht hat jemand mit den SWIFT-Gebühren Erfahrungen?

  5. Hallo hier wird das Problem der Checks Überweisungen in die USA nicht erwähnt. Die Amerikaner kennen das checking account oder money order. Behörden akzeptieren nur dieses Verfahren, also keine online Überweisung, creditcard, paypal oder cash. Muss jemand aus Deutschland ein Dokument in der USA bestellen, wird ein sogenannter „certified check“ verlangt. Die meisten Banken in Deutschland kennen dies gar nicht und wenn, dann erst ab 2000.- Euro. Nun konkret muss ich einen 35.- USD als check senden. Meine Bank hat sich anerboten ausnahmsweise einen solchen auszustellen. Gebühren 42.- Euro.
    Wer aber eine andere, realistische Idee hat, die günstiger ist, bitte ich dies mitzuteilen. Vielen Dank.

    1. Hallo,

      bei dem Sonderfall habe ich leider keine Ahnung. Manchmal gibt es für solche Fälle findige Dienstleister. So habe ich damals meine Steuerschuld von Deutschland aus über den Drittanbieter payusatax.com mit meiner Kreditkarte bezahlt.

      In deinem Fall kann ich tatsächlich auf die Schnelle keine unkomplizierte Lösung finden. Aber vielleicht kommt onlinecheckwriter.com dem Nahe was du suchst?

      Auch die Online Bank Simple.com bietet wohl das Versenden von Schecks an, aber hier benötigst du ein Konto und ich bin mir nicht sicher ob deutsche Kunden angenommen werden.

      https://www.simple.com/help/articles/payments-and-transfers/sending-a-payment

      Ich hoffe ein Leser hat eine passende Lösung parat und kann davon hier in den Kommentaren berichten.

  6. Ich habe gerade das Problem, dass ich meine US Amex behalten will, wenn ich wieder nach Deutschland ziehe. Ich habe mir extra ein TransferWise Konto angelegt, doch scheinbar bringt das nicht wirklich was. Amex hat keine ACH Routing number, und TransferWise lässt keinen direct debit zu. Ich habe von Amex bereits die Bankdaten für Wire Transfer bekommen, TransferWise macht diesen aber nicht, sondern nur ACH Zahlungen und kann auch keine „for further credit“ Zahlungen ausführen. Bin nun etwas ratlos…

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