Geld in die USA überweisen 2026: Wise, Revolut & Co. Vergleich
Zuletzt aktualisiert am 18/05/2026
Kurzantwort: Für die meisten Use-Cases ist Wise (ehemals TransferWise) die beste Wahl 2026 — Mid-Market-Wechselkurs ohne versteckte Marge, Gebühren ab 2,38 € bei 500 €-Transfers, automatische Rabatte ab 25.000 USD. Revolut ist optimal für sofortige Reise-Geld-Konvertierung, Western Union nur noch für Bargeld-Notfall-Auszahlungen sinnvoll. Klassische Banküberweisungen (SWIFT) kosten 25–50 USD pro Transaktion plus 3–5 % Wechselkurs-Aufschlag — in 2026 fast immer der teuerste Weg.
Wer 2026 Geld von Deutschland in die USA überweisen will, hat mehr Optionen als je zuvor — aber auch mehr regulatorische Stolperfallen. Die zweite Trump-Administration hat das US-Finanzwesen grundlegend umgebaut, gleichzeitig sind in Deutschland mit DAC8 neue Steuermeldepflichten für digitale Transfers entstanden. In diesem Guide bekommst du den vollständigen Anbieter-Vergleich Mai 2026, konkrete Use-Case-Empfehlungen (Reise, Studienunterhalt, Auswanderung, Geschenk), die Compliance-Pflichten in beiden Ländern und Tipps zur US-Bankkonto-Eröffnung aus Deutschland.
📌 Quick-Links: Anbieter-Vergleich Top 7 · Use-Cases · Wechselkurs Mai 2026 · US-Bankkonto eröffnen · Compliance & Steuern · Apps & Tools · FAQ
Mehr USA-Geld-Guides
Geld-Cluster für USA-Reisen 2026 — alles was du wissen musst, schön ineinander verlinkt:
- 💳 Beste kostenlose Reise-Kreditkarte 2026 — Hanseatic GenialCard, easybank (ex-Barclays), Wise & Co.
- 🏧 Geld abheben in den USA — ATM-Gebühren, beste Karten, ZIP-Code-Tricks
- ✈️ Payback Meilen sammeln 2026 — Miles & More 1:1, Lufthansa-Karten-Wechsel zu Deutscher Bank
- 💰 USA-Reisekosten 2026 — Budget-Beispiele für 2-3 Wochen
Anbieter-Vergleich Mai 2026 — die Top 7
Die Anbieter-Landschaft hat sich seit 2024 dramatisch verschoben. Klassische Banken (SWIFT) sind preislich nicht mehr konkurrenzfähig. Stattdessen dominieren spezialisierte Fintechs und neue Stablecoin-Rails (PayPal Xoom mit PYUSD). Hier die echten Konditionen für Privatkunden bei Überweisungen DE → US-Bankkonto:
| Anbieter | Gebühr €500 | Gebühr €2.000 | Gebühr €10.000 | FX-Aufschlag | Dauer | Best für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wise ⭐ | ~2,38 € | ~8,15 € | ~38,60 € | 0 % (Mittelkurs) | Min – 24h | Allround-Sieger, Großtransfers ab 25K USD |
| Revolut | 0 € (Standard) | 5–12 € | 45–70 € | 0–1 % (WE-Aufschlag) | Sofort – 24h | Reise-Konvertierung, mobile-first |
| WorldRemit | ~3,99 € | ~15,50 € | nicht empfohlen | 1,5–2,5 % | Min – 48h | Cash-Pickup-Auszahlungen |
| Western Union | 1,90–4,99 € | 5–30 € | variabel | 3,1–10 % | Min – 3 Tage | Notfall-Bargeld-Auszahlung |
| MoneyGram | 1,99–9,99 € | 15–40 € | variabel | 2–4,5 % | Min – 2 Tage | Cash-Pickup, Walmart-Standorte |
| Remitly | 2,99 € (Express) | 10–25 € | variabel | 1–2,5 % | Min – 5 Tage | Neukunden-Boni, Express-Transfers |
| PayPal Xoom | 0 € (PYUSD) | 0–12 € | 10–30 € | 4–6 % | Min – 48h | PayPal-Nutzer, Stablecoin-Rails |
Die wichtigste Erkenntnis 2026: Der echte Preisunterschied liegt nicht in den Fixgebühren, sondern im Wechselkurs-Aufschlag. Bei 10.000 € Transfer sind 5 % Aufschlag = 500 € Verlust — viel mehr als jede Fixgebühr. Wise bewirbt deshalb konsequent den Mittelkurs (Mid-Market Rate), während Western Union mit nominell niedrigen Fixgebühren wirbt aber bis zu 10 % im Kurs versteckt.
Wise — der Allround-Sieger 2026
Stärken: Echter Mittelkurs ohne Aufschlag, automatische Rabatte ab 25.000 USD, Multi-Währungskonto mit virtueller US-Routing-Number (du kannst von US-Kunden direkt eine ACH-Überweisung empfangen, als hättest du ein US-Bankkonto). Maximalbetrag pro Transaktion: 1.000.000 USD. Reguliert durch FinCEN in den USA + EBA in Europa.
Schwächen: Bei sehr kleinen Beträgen (unter 100 €) ist der Fixkosten-Anteil prozentual hoch. Standing Orders sind möglich, aber nicht so elegant wie bei klassischen Banken.
Revolut — die Reise-Lösung
Stärken: Sofort-Konvertierung in 36+ Währungen, kostenlose ATM-Abhebungen bis zum Limit (200–400 €/Monat je nach Plan), exzellente App, „Vaults“ zum Sparen in USD bei günstigem Kurs. Premium-Plan bietet höhere Limits + Auslandskrankenversicherung.
Schwächen: Wochenend-Aufschlag (~1 % auf Mittelkurs), bei Standard-Plan begrenzte Freibeträge. Für reine Bank-zu-Bank-Großtransfers ist Wise oft günstiger.
Western Union & MoneyGram — nur für Notfälle
Diese klassischen Anbieter haben 2026 nur noch eine Nische: Bargeld-Auszahlung in Minuten an Empfänger ohne Bankkonto. Western Union hat über 500.000 Standorte weltweit, MoneyGram nutzt das Walmart-Netzwerk in den USA. Für regelmäßige Transfers (Studienunterhalt, Geschenke) sind sie wegen der Wechselkurs-Marge (3–10 %) ökonomisch ineffizient.
PayPal Xoom — Stablecoin-Innovation 2026
PayPal hat 2025 die Integration von PayPal USD (PYUSD), einem regulierten Stablecoin, in Xoom-Transfers ausgerollt. Bei Finanzierung über PYUSD entfallen die Transfergebühren — der Nutzer trägt nur die Wechselkursmarge beim PYUSD-Kauf. Trump’s Executive Order 14178 („Strengthening American Leadership in Digital Financial Technology“) hat diese Stablecoin-Integration politisch befördert. Vorteil: Quasi-Echtzeit-Transfers. Nachteil: 4–6 % Wechselkursmarge bleibt.
Use-Case-spezifische Empfehlungen
Reise-Geld vor dem USA-Trip
Beste Option: Multi-Währungskarte von Revolut oder Wise. Lade Euro auf die Karte und konvertiere an Werktagen in USD (Wochenend-Markup vermeiden). Vor Ort gebührenfreie ATM-Abhebungen bis Limit. Da die USA 2026 nahezu flächendeckend Apple Pay / Google Pay akzeptieren, brauchst du wenig Bargeld — perfekt zur Lösung des ZIP-Code-Problems an US-Tankstellen. Ersparnis: 3–5 % gegenüber Bargeldbezug bei der Hausbank oder Flughafen-Wechselstuben.
Studierenden-Unterhalt (monatlich €500–€1.500)
Beste Option: Wise mit Standing Order. Du richtest bei deiner deutschen Bank einen Dauerauftrag zu Wise ein, Wise konvertiert zum Mittelkurs und überweist als lokale ACH-Zahlung in den USA. Ersparnis: Bei monatlich 1.000 € spart Wise ca. 250–400 € pro Studienjahr gegenüber klassischer SWIFT-Auslandsüberweisung der Hausbank — durch Verzicht auf SWIFT-Gebühren und Wechselkursmarge.
Auswanderer-Großtransfer (Eigenkapital, €50.000+)
Beste Option: Wise oder spezialisierter Devisenbroker (CurrencyFair, OFX). Wise gewährt automatische Rabattstufen ab 25.000 USD. Bei 100.000 € Transfer kann die Ersparnis gegenüber Bank-SWIFT mehrere tausend Euro betragen. Wichtig: AWV-Meldepflicht beachten — ab 50.000 € muss jede Zahlung an einen Ausländer der Deutschen Bundesbank gemeldet werden (siehe Compliance-Sektion).
Hedging-Tipp: Statt 50.000 € in einer Transaktion zu schicken, splitte in 5–10 kleinere Tranchen über mehrere Wochen — das streut das Wechselkurs-Risiko (Cost-Averaging). Bei Wise kannst du Limit-Orders setzen, die automatisch ausführen, sobald der Kurs eine bestimmte Marke erreicht (z.B. 1,18 USD/EUR).
Geschenk an US-Verwandte (Zelle/Venmo-Workaround)
US-Apps wie Zelle oder Venmo erfordern ein US-Bankkonto + US-Telefonnummer — als Deutscher kannst du sie nicht direkt nutzen. Workaround: Eröffne ein Wise USD-Konto (online in Minuten möglich, kein Wohnsitz-Nachweis nötig) und überweise direkt aufs US-Bankkonto deines Verwandten. Falls dieser eine sofortige App-Zahlung wünscht, kannst du das Wise-Konto manchmal mit US-Wallets verknüpfen, sofern du eine US-Korrespondenzadresse angibst.
Achtung Schenkungssteuer: Der jährliche Freibetrag für Schenkungen in den USA liegt 2026 bei 19.000 USD pro Empfänger. Schenkungen an Nicht-US-Ehepartner: 194.000 USD. Schenkungen darüber lösen US-Schenkungssteuerpflicht aus, das DBA Deutschland-USA hilft dabei nur eingeschränkt.
Freelancer-Bezahlung von US-Kunden (Inbound Transfer)
Beste Option: Wise Business oder Payoneer. Statt deinen US-Kunden eine internationale SWIFT-Überweisung machen zu lassen ($25–$50 pro Eingang), gibst du ihm lokale US-Routing- und Account-Number, die Wise oder Payoneer für dich generieren. Der Kunde zahlt via lokaler ACH-Überweisung (oft kostenlos), du konvertierst dann zu deinem gewünschten Zeitpunkt in Euro zu günstigem Wise-Kurs.
Wechselkurs EUR/USD Mai 2026 — Forecast und Strategie
Im Mai 2026 notiert der Wechselkurs EUR/USD zwischen 1,1550 und 1,1750 — eine leichte Erholung des Euro gegenüber den Tiefstständen 2025. Die wichtigsten Treiber:
- Iran-Krise / Hormus-Konflikt: Eskalation belastet Euro (Energieabhängigkeit Europas), Deeskalations-Signale stützen ihn. Volatilität bleibt hoch
- Zinsdifferenz: Fed bei ~3,00–3,25 %, EZB bei ~2,00 %. Zinsvorteil USA stützt Dollar weiterhin
- Trump 2.0 Politik: Zoll-Drohungen + Steuersenkungspläne wirken USD-stützend
- Forecast Q3/Q4 2026: Marktanalysten erwarten potenzielle Euro-Schwäche Richtung 1,1400 USD, falls keine fundamentale wirtschaftliche Erholung in Deutschland
Strategien für günstigere Transfers:
- Limit-Orders: Bei Wise/Revolut Order setzen, die automatisch ausführt, sobald EUR/USD über 1,18 steigt — solche Phasen halten oft nur Stunden
- Cost-Averaging: Große Beträge in 5–10 Tranchen über Wochen splitten
- Forward-Hedging: Multi-Währungskonten mit „Hold“-Funktion (Revolut Vaults, Wise Jars) — Währung bei günstigem Kurs parken, später transferieren
- Wochenend vermeiden: Bei Revolut + manchen anderen Anbietern fällt 1 % Wochenend-Aufschlag an. Werktag-Transfer ist meist günstiger
US-Bankkonto eröffnen aus Deutschland 2026
Eine US-Bankverbindung ist 2026 für viele Use-Cases sinnvoll — vor allem für Auswanderer, Investoren und Freelancer mit US-Kunden. Hier die realistischen Optionen:
| Anbieter | Remote-Eröffnung | Hauptanforderung | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| Wise USD Account ⭐ | Ja (Sofort) | Deutsche ID | Reisende, Freelancer, kleine Beträge |
| Charles Schwab | Ja (International) | Reisepass + Adressnachweis | Investoren, Auswanderer |
| Mercury | Ja (nur Business) | US-LLC + EIN | Unternehmensgründer mit US-LLC |
| Bank of America | Nein (in-person) | 2 IDs + US-Adresse | Bei Besuch in USA möglich |
| HSBC Premier | Ja (Global) | $75.000+ Guthaben | High Net Worth Individuals |
Schritt-für-Schritt: Charles Schwab International Account
- Dokumente vorbereiten: Gültiger Reisepass (zwingend), aktueller Versorgernachweis (Strom, Gas, Wasser) auf Englisch oder beglaubigt
- Online-Antrag: Über das Portal „Schwab International“ — verknüpftes Brokerage-Konto wird oft mit-eröffnet (musst du nicht aktiv nutzen)
- Identitätsprüfung: Video-Ident-Verfahren oder beglaubigter Dokument-Upload — keine Filiale nötig
- Aktivierung: Nach 3–7 Werktagen bekommst du Account-Number + Routing-Number
- Optional: ITIN beantragen für Zugang zu US-Kreditkarten (Wise/Mercury akzeptieren auch ohne ITIN)
Für Geschäftskunden mit US-LLC ist Mercury besonders attraktiv — komplett digital, gute App, integrierte Steuer-Tools. Voraussetzung: gültige US-LLC mit EIN (Employer Identification Number). Mercury akzeptiert keine privaten Konten.
Compliance & Steuern — was du wissen MUSST
AWV-Meldepflicht in Deutschland (ab 50.000 €)
Seit der Anpassung 2025 liegt die AWV-Meldegrenze bei 50.000 € (vorher 12.500 €). Jede Zahlung eines Inländers an einen Ausländer ab dieser Schwelle muss der Deutschen Bundesbank gemeldet werden.
- Wie melden: Telefonisch unter 0800 1234 111 (kostenlos) oder online über die Bundesbank-Statistik-Plattform
- Was angeben: Name, Betrag, Empfängerland, Zahlungszweck
- Bei Immobilien: Mehrjährige Käufe können als jährliche Gesamtsumme gemeldet werden (Erleichterung 2025)
- Verstöße: Bußgelder bis 30.000 € möglich
FBAR + Form 8938 — wenn du in den USA wohnst
Wenn du als „Resident Alien“ in den USA lebst (Green Card oder längerer Aufenthalt), greifen strikte US-Meldepflichten für deine deutschen Konten:
| Meldung | Schwelle | Strafe bei Versäumnis 2026 |
|---|---|---|
| FBAR (FinCEN Form 114) | $10.000 in deutschen Konten zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr | bis 16.536 USD (nicht-vorsätzlich) |
| Form 8938 (FATCA) | $50.000 (US-Resident) / $200.000 (im Ausland lebende US-Person) | bis 60.000 USD + strafrechtlich |
DAC8 / Kryptowerte-Steuertransparenz seit Januar 2026
Die EU-Richtlinie DAC8 ist seit 1. Januar 2026 in Deutschland als Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz (KStTG) in Kraft. Wer Geldtransfers über Krypto/Stablecoin-Schnittstellen abwickelt (z.B. PayPal Xoom mit PYUSD, Wise mit USDC-Integration), wird automatisch ans Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gemeldet. Erster Datenaustausch für 2026: erfolgt 2027. Klassische Bank-zu-Bank-Transfers via Wise oder Revolut sind davon nicht direkt betroffen.
Trump 2.0 — Banking-Updates 2026
- EO 14178 „Strengthening American Leadership in Digital Financial Technology“: macht USA zum „Krypto-Zentrum“ — fördert Stablecoin-Integration in PSPs
- EO 14331 „Debanking“: US-Banken dürfen Konten nicht aufgrund politischer/religiöser Ansichten kündigen — mehr Stabilität für ausländische Investoren
- FinCEN AML-Verschärfung: Meldeschwellen für bestimmte Money Services Businesses auf $1.000 gesenkt — höherer Verifikations-Aufwand für deutsche Sender
Apps & Tools für Geldtransfer 2026
- Monito ⭐ — Live-Vergleich aller Transfer-Anbieter mit echten Gebühren + versteckten Margen + Ankunftsdauer (berücksichtigt US-Feiertage)
- Wise (App) — Multi-Währungskonten verwalten, virtuelle US-Debitkarten erstellen, Limit-Orders setzen
- XE Currency — Marktdaten, EUR/USD-Volatilitäts-Analyse, Alerts für günstige Transfer-Fenster
- Revolut — Vaults für USD-Sparen, Premium-Plan mit Reise-Versicherung
- N26 — Nutzt Wise-API direkt in der App, Transfers ohne App-Wechsel
Empfehlung 2026: Installiere Wise + Monito als Hauptkombo. Wise für die Transaktion, Monito für den Vorab-Vergleich (manchmal ist Revolut günstiger, je nach Tageszeit + Wochentag + Betrag).
FAQ: Geld in die USA überweisen 2026
Wie sende ich am schnellsten Geld in die USA?
Die schnellsten Transfers bieten Revolut (sofort bei Werktags-Transaktionen zwischen Marktöffnungszeiten EU + USA), Remitly Express (Minuten zur Bargeld-Auszahlung) und Western Union (Minuten für Cash-Pickup). Wise ist meist innerhalb von Stunden bis 24h da. Klassische SWIFT-Banküberweisung dauert 2–5 Werktage und ist 2026 die langsamste UND teuerste Option.
Welche Gebühren fallen bei einer Auslandsüberweisung in die USA an?
Die Kosten setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: Fixgebühr (0–30 €) und Wechselkurs-Aufschlag (0–10 % auf den Mittelkurs). Wise bietet 2026 die transparenteste Struktur ohne Marge auf den Mittelkurs — bei 1.000 € sind das ca. 4–5 € Gesamtkosten. Western Union kann bei gleichem Betrag 50–100 € kosten (durch Wechselkurs-Marge).
Ist Wise in den USA sicher und reguliert?
Ja. Wise ist über FinCEN in den USA als Money Transmitter registriert und unterliegt in Europa den strengen Regeln der EBA (European Banking Authority). Das Unternehmen hält Kundengelder strikt getrennt vom Firmenvermögen auf geschützten Treuhandkonten. Wise ist seit 2021 an der Londoner Börse notiert (vorher TransferWise) und wickelt monatlich Milliarden-Transaktionen ab.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Euro in Dollar zu tauschen?
In Zeiten geopolitischer Entspannung (z.B. Signale für Friedensgespräche im Nahen Osten, Iran-Deeskalation) tendiert der Euro zur Stärke. Nutze Limit-Orders bei 1,17 USD oder höher, um automatisiert zu tauschen. Vermeide Wochenende (1 % Aufschlag bei vielen Anbietern). Aktueller Range Mai 2026: 1,155–1,175.
Brauche ich eine Green Card, um ein US-Konto zu eröffnen?
Nein. Banken wie Charles Schwab International und Fintechs wie Wise USD Account oder Mercury (für Business mit US-LLC) ermöglichen die Konto-Eröffnung mit deutschem Reisepass und Adressnachweis aus Deutschland heraus. Eine ITIN (Individual Taxpayer Identification Number) ist hilfreich für US-Kreditkarten, aber nicht zwingend nötig.
Muss ich Überweisungen in die USA dem Finanzamt melden?
In Deutschland gilt die AWV-Meldepflicht ab 50.000 € (seit 2025 angehoben von 12.500 €). Meldung kostenlos bei der Bundesbank-Hotline 0800 1234 111. Die Meldung dient nur statistischen Zwecken — es fällt keine Steuer an. Bei Schenkungen ab 20.000 € innerhalb 10 Jahre an Verwandte greift zusätzlich die deutsche Schenkungssteuer (Freibeträge je nach Verwandtschaftsgrad). In den USA: jährlicher Schenkungs-Freibetrag 19.000 USD pro Empfänger.
Wie schicke ich Geld an meine Kinder, die in den USA studieren?
Beste Lösung 2026: Wise mit monatlichem Standing Order. Du richtest bei deiner deutschen Bank einen Dauerauftrag zu Wise ein (z.B. €1.000 jeden 1. des Monats), Wise konvertiert zum Mittelkurs und überweist als lokale ACH-Zahlung an das US-Bankkonto deines Kindes. Pro Studienjahr sparst du gegenüber klassischer Auslandsüberweisung etwa 250–400 €.
Was ist günstiger: Wise oder Revolut für USA-Transfers?
Bei Bank-zu-Bank-Transfers ist Wise meist günstiger wegen 0 % Wechselkurs-Aufschlag (Mittelkurs). Revolut ist günstiger bei kleinen Sofort-Transfers während Werktagen (kostenlos im Standard-Plan, sofortige Konvertierung). Bei Beträgen über 5.000 € ist Wise fast immer die richtige Wahl. Bei spontanen Reise-Konvertierungen unterwegs gewinnt Revolut.
Fazit + Weiterführende Reise-Planung
- Allround-Sieger 2026: Wise — niedrigste Gesamtkosten für 90 % aller Use-Cases
- Reise-Geld: Revolut Multi-Währungskarte + Apple Pay / Google Pay einrichten
- Großtransfers: Wise mit Limit-Orders + Cost-Averaging — AWV-Meldung ab 50.000 € beachten
- Niemals: Klassische SWIFT-Banküberweisung (kostet 25–50 USD + 3–5 % Marge)
- Cash-Notfall: Western Union / MoneyGram für Bargeld-Pickup
Für die komplette USA-Reiseplanung empfehlen wir auch unsere Guides zu USA-Reisekosten 2026, der Zeitzonen-Übersicht, den aktuellen Benzinpreisen 2026, der besten Reisezeit für die USA und unserem Bundesstaaten-Überblick.
Quellen: Wise.com, Revolut Pressestelle, Deutsche Bundesbank (AWV), FinCEN, EU-Verordnung über Instant Payments (IPR), KStTG (Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz). Stand: 15. Mai 2026. Konditionen ändern sich häufig — vor jeder größeren Transaktion aktuelle Anbieter-Konditionen prüfen.

Ich werde im Februar nach Amerika fliegen. Ich bin froh, dass ich dort jemanden kenne, der mich finanziell unterstützen kann.
Vielen Dank für diesen Blog, weiter so.
Ich benutze TransferWise aus den USA Richtung Deutschland und kann nur bestätigen, dass der Dienst sehr zuverlässig ist. Bei der Erstüberweisung kann der Transfer 4 Tage dauern, da zusätzliche Überprüfungen seitens TransferWise durchgeführt werden. Ein guter Service.
Bitcoin nutzen.
Hallo Max,
danke für die interessante Idee. Vielleicht kannst du den Geldtransfer mittels Bitcoin etwas genauer ausführen. Würde mich sehr freuen!
Ich bin jetzt nicht Max und meine Antwort kommt ein bisschen spät, aber ich möchte den Gedankengang trotzdem mal erläutern, weil ich diese Idee jetzt schon öfter gelesen habe und ich ja vielleicht hier noch jemanden vor Fehlern bewahren kann.
Der Gedanke ist richtig – Crypto-Währungen verlieren keinen Wert, wenn sie die Grenze passieren. Weil sie verdammt wenig reguliert sind und das trifft in der Regel auch auf die Tauschbörsen zu. Da kannst Du z.B. zu einer Gebühr von nur 0.01% bei Bitfinex Cryptos gegen Euro tauschen und umgekehrt.
Die Sache hat zwei Haken. Erstens ist es auf den allermeisten Handelsplattformen nicht mehr möglich, Cryptos direkt gegen Dollar zu tauschen. Da hat die US-Finanzaufsicht natürlich ein Problem mit. Deswegen gibt es eine Ersatzwährung, deren Kurs an den des Dollars gebunden ist. Die kann man dann bei anderen Tauschbörsen verkaufen, die widern höhere Gebühren haben.
Dazu kommen die (zumindest bei Bitcoin) schwer berechenbaren Transaktionsgebühren, derzeit etwa 30$ pro Transaktion, dafür ist das Geld nach zehn Minuten da.
Das viel größere Problem ist aber der Kurs. Wenn ich 1000 Euro in Dollar umtauschen will, habe ich mindestens zwei Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk (zur Tauschbörse hin und wieder zurück). 60 Dollar also wenn es relativ schnell gehen soll. Leider kann es aber sein, dass in diesen 20-30 Minuten, die man zum Wechseln braucht, der Kurs mal eben um 20% einbricht. Dann hab ich nur noch 700 Euro in Bitcoin, die ich dann in Dollars umtauschen kann.
Klar, in die Gegenrichtung geht’s auch – man kann auch Glück haben. Aber Geld über den Atlantik zu schicken sollte doch kein Glücksspiel sein, oder?
Zumindest derzeit sind diese Cryptowährungen im Alltag nur schwer zu gebrauchen, da braucht man schon eine Menge Enthusiasmus.
Man könnte noch erwähnen, dass Auslandsüberweisungen in die USA bei den Genossenschaftsbanken (Volks-, Raiffeisenbank etc.) wesentlich günstiger als SWIFT-Überweisungen sind, weil diese Banken an das TIPANET-System angeschlossen sind. Normalerweise zahlt man hier nur eine Flat Fee von 10 bis 15 Euro, unabhängig vom Überweisungsbetrag.
Ich habe allerdings auch schon den Fall erlebt, dass eine solche Überweisung von der Empfängerbank nicht angenommen wurde und wieder zurückgesendet wurde — auf meine Kosten als reguläre SWIFT-Auslandszahlung, also entsprechend teuer.
Hallo Anton,
danke für die hilfreiche Information!
Ich habe früher auch von meiner Genossenschaftsbank per Tipanet in die USA überwiesen. Das war günstig und schnell. Jetzt bietet die Genossenschaftsbank nur noch SWIFT an. Bei Gebührenteilung fallen jetzt pauschal EUR 15 an, ohne Rücksicht auf den Überweisungsbetrag. Mit Tipanet waren es zuletzt 10 EUR, früher 7,50 EUR. Die GenBank rechnet zum offiziellen Devisen-Mittelkurs am Überweisungstag ab, also fair.
Leider geht unterwegs etwas verloren, bloß kann mir niemand erklären, wie sich diese „leakage“ von $ 27 auf einen Betrag von $20.000 errechnet. UND die Empfängerbank wollte dann noch zusätzlich $ 16 für einen international wire transfer haben. Sie hat aber diesen Betrag erstattet, weil der Empfänger einen hohen Kontostand hat und diverse Gebühren daher erlassen werden.
Was mich außerordentlich stört: in Bezug auf die SWIFT-Gebühr der zwischengeschalteten Institute für den Transfer besteht keine Transparenz. Weder die Genossenschaftsbank noch die Empfängerbank in den USA sah sich im Stande, den Betrag aufzuklären. Vielleicht hatten sie auch keinen Bock. Allenthalben Schulterzucken.
In Relation zum Überweisungsbetrag sind das keine Riesengebühren. Trotzdem wäre es nett, wenn man vorher wüsste, was wer wofür an Gebühren verlangt. Irgendwie ein schwarzes Loch im Atlantik, in das keiner am einen oder anderen Ufer reinschauen kann.
Vielleicht hat jemand mit den SWIFT-Gebühren Erfahrungen?
Vielen Dank, du hast mir sehr geholfen !!!!
Hallo hier wird das Problem der Checks Überweisungen in die USA nicht erwähnt. Die Amerikaner kennen das checking account oder money order. Behörden akzeptieren nur dieses Verfahren, also keine online Überweisung, creditcard, paypal oder cash. Muss jemand aus Deutschland ein Dokument in der USA bestellen, wird ein sogenannter „certified check“ verlangt. Die meisten Banken in Deutschland kennen dies gar nicht und wenn, dann erst ab 2000.- Euro. Nun konkret muss ich einen 35.- USD als check senden. Meine Bank hat sich anerboten ausnahmsweise einen solchen auszustellen. Gebühren 42.- Euro.
Wer aber eine andere, realistische Idee hat, die günstiger ist, bitte ich dies mitzuteilen. Vielen Dank.
Hallo,
bei dem Sonderfall habe ich leider keine Ahnung. Manchmal gibt es für solche Fälle findige Dienstleister. So habe ich damals meine Steuerschuld von Deutschland aus über den Drittanbieter payusatax.com mit meiner Kreditkarte bezahlt.
In deinem Fall kann ich tatsächlich auf die Schnelle keine unkomplizierte Lösung finden. Aber vielleicht kommt onlinecheckwriter.com dem Nahe was du suchst?
Auch die Online Bank Simple.com bietet wohl das Versenden von Schecks an, aber hier benötigst du ein Konto und ich bin mir nicht sicher ob deutsche Kunden angenommen werden.
https://www.simple.com/help/articles/payments-and-transfers/sending-a-payment
Ich hoffe ein Leser hat eine passende Lösung parat und kann davon hier in den Kommentaren berichten.
Hi Simon,
eine Frage noch.
bekommt man einen Beleg / Beweis / Auszug wo drauf steht dass Person A so und Soviel Geld zu Person B geschickt hat?
Das kommt auf die Zahlungsart an, aber im Normalfall solltest du bei jedem Zahlungsdienstleister einen Beleg haben, dass du das Geld gesendet/überwiesen hast.
Ich habe gerade das Problem, dass ich meine US Amex behalten will, wenn ich wieder nach Deutschland ziehe. Ich habe mir extra ein TransferWise Konto angelegt, doch scheinbar bringt das nicht wirklich was. Amex hat keine ACH Routing number, und TransferWise lässt keinen direct debit zu. Ich habe von Amex bereits die Bankdaten für Wire Transfer bekommen, TransferWise macht diesen aber nicht, sondern nur ACH Zahlungen und kann auch keine „for further credit“ Zahlungen ausführen. Bin nun etwas ratlos…
Hallo Cindy,
ich kenne mich bei dem speziellen Anliegen auch nicht wirklich aus. Hast du in der Zwischenzeit eine Lösung für dein Problem gefunden?